Bistro am Lebniz-Gymnasium St. Ingbert neueröffnet

Politischer Besuch an Schule in St. Ingbert : Bistro des Leibniz-Gymnasiums neu eröffnet

Wenn man die Schüler des Leibniz-Gymnasiums St. Ingbert nach dem Essen in ihrem Bistro fragt kommt in der Regel als Antwort: „Schmeckt gut“. Auch einige Lehrkräfte, die dort regelmäßig essen, bestätigen dies.

Warum also etwas verändern? Da das Leibniz-Gymnasium Unesco-Projektschule ist, will man den Schülern ab sofort nicht nur ein Essen bieten, das gut schmeckt, sondern auch eines, das man mit gutem Gewissen verzehren kann.

Deshalb hatte die Schule kürzlich zu einer Neueröffnung ihres Bistros geladen – denn daraus wurde jetzt das „Leibniz Bistro – Guddes aus unserer Geeschend unn de Biosphäre“. Zu der kleinen Feier hatten sich auch einige Gäste angesagt – so der Minister für Umwelt- und Verbraucherschutz, Reinhold Jost, Landrat Theophil Gallo, Markus Schmitt als Vertreter der Stadt St. Ingbert, oder Andrea Zimmermann vom Bildungsministerium, um nur einige zu nennen.

Man traf sich zunächst im Foyer der Schule, denn dort hatten die Schüler der Klassen 6c und 6d mit ihrer Kunstlehrerin verschiedene Plakate zu den Unesco-Themen Nachhaltigkeit, Müllvermeidung, Bewegung und gesunde Ernährung gestaltet, die sie jetzt den Gästen vorstellten.

Anschließend ging es ins Bistro der Schule, in dem ein Frühstück für die Gäste und die Schüler vorbereitet war. Schulleiter Erik Brill erklärte nach der offiziellen Begrüßung den Anwesenden das neue Konzept und stellte auch die Kooperationspartner vor – die Landmetzgerei Hennrich aus Spiesen, die Bäckerei Anstadt aus Hassel, die Bliesgau-Molkerei Wack aus Ommersheim und die Henry´s Eismanufaktur aus Saarbrücken. Regionale, saisonale und faire Produkte sollen jetzt verstärkt im Leibniz-Bistro angeboten werden. Dass solche Lebensmittel natürlich auch ihren Preis haben, war einer der Punkte, den Minister Jost In seinem Grußwort ansprach. Er lobte die Schule für ihre Umsetzung des Gedankens der Nachhaltigkeit, der hier auch gelebt werde, und erwähnte auch die neuen Sitzmöbel im Hof, die in Kooperation mit dem Saarforst, begleitet durch das Umweltministerium, aufgestellt worden waren. Es sei nur folgerichtig, so der Minister, dass eine Schule mit dem Schwerpunkt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ die bisherige Arbeit konsequent weiterführen wolle.

Landrat Theophil Gallo freute sich darüber, dass am Leibniz-Gymnasium der Biosphären-Gedanke so eine große Rolle spielt – das verbindet die Schule in besonderem Maße mit dem Saarpfalz-Kreis. Auch ihm ist der sorgsame Umgang mit Ressourcen wichtig, und er gab dafür ein anschauliches Beispiel: Wenn jeder sich bei einem Büffet beim Zugreifen etwas zurückhält, reicht es für alle. Gallo betonte, dass die „Geiz ist geil“ – Mentalität heute nicht mehr gelten könne und dass wir die Wertschätzung unserer Lebensmittel neu entdecken müssen.

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