"Bilanz ist durchaus stattlich"

Zufriedenheit herrschte bei der Blieskasteler CDU-Delegiertenversammlung: Stadtverbandsvorsitzender Jörg Kohl sprach von einem "fast komplett abgearbeiteten Wahlprogramm". Für Annelie Faber-Wegener ist die Bilanz "durchaus stattlich".

Blieskastel. Der Stadtverbandsvorsitzende der Blieskasteler CDU, Jörg Kohl, war sehr zufrieden: Trotz spannender Fußballspiele, waren am Montagabend über 40 Delegierte zur Stadtverbandsdelegierten-Versammlung ins Foyer der Bliesgaufesthalle gekommen. Wichtigster Tagesordnungspunkt: Verabschiedung des Programmes zur Bürgermeisterwahl. Kohl betonte noch einmal, dass sich der Stadtverband "zu 100 Prozent" für eine erneute Kandidatur von Annelie Faber-Wegener ausgesprochen habe. Und man war zufrieden: "Wir hatten vor der letzten Bürgermeisterwahl das Programm ,Blieskastel hat Zukunft' verabschiedet. Dieses Wahlprogramm ist fast komplett abgearbeitet", so Kohl.Entsprechend positiv fiel auch die Bilanz der amtierenden Bürgermeisterin aus: "Wir können mit dem Geleisteten zufrieden sein", stellte Annelie Faber-Wegener fest. Neben dem spektakulären Abriss der Tivoli-Türme stellte die Bürgermeisterin auch noch den Neubau der Bliesbrücke heraus, zudem habe man auch eine Reihe von Festen und Märkten neu in Blieskastel etabliert: "Wir haben Blieskastel aus dem Dornröschenschlaf geweckt, unsere Bilanz ist durchaus stattlich", so die Verwaltungschefin. Aber auch für die Zukunft habe man sich einiges vorgenommen. So wolle sich die Bürgermeisterin im Falle ihrer Wiederwahl besonders um die Familien kümmern, man wolle die Jugendclubs in den einzelnen Dörfern unterstützen, Mehrgenerationentreffs ermöglichen, insgesamt für Generationenfreundlichkeit sorgen. Dazu gehöre auch, dass man bei allen neuen Baumaßnahmen (Umbau ehemaliges Amtsgericht, Neubau Kita St. Sebastian) auf Barrierefreiheit achte.

Weiterer Schwerpunkt im Programm ist das Reagieren der Stadt auf die Energiewende. Hier habe man ein Standortkonzept Windenergie erarbeitet, wobei man dafür sorgen wolle, dass die Wertschöpfung in der Region (hier bei den Stadtwerken) bleiben soll. Man wolle sich für den Erhalt der Kultur- und Naturlandschaft einsetzen, auch bei der naturnahen Waldbewirtschaftung habe man Zeichen gesetzt. Insgesamt setze man auch auf einen sanften Tourismus. Dazu gehöre auch, dass man mit dem Prädikat "Citta slow" als eine lebenswerte Stadt ausgezeichnet worden sei. "Ich habe eine klare Vision, wie es mit meiner Stadt weitergehen soll, aber wir werden auch die Dörfer nicht vernachlässigen. Deshalb liegt mir unter anderem auch die Pflege und Förderung der Vereine am Herzen", führte die Bürgermeisterin aus.

Die Delegierten zeigten sich insgesamt mit dem vorgelegten Programmentwurf sehr zufrieden, nach einer sachlichen Diskussion wurden noch einige Veränderungsvorschläge eingearbeitet. Das Programm wurde dann einstimmig verabschiedet. Anschließend wurden zudem einige Wahlkampftermine abgestimmt. Die Bürgermeisterin eröffnet ihre Kampagne am Samstag, 4. August, im Biergarten auf dem Paradeplatz. Dort wird auch die Abschlusskundgebung mit der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer am Donnerstag, 30. August, stattfinden.