BI sieht B423-Umgehung auch durch Wildkatzen-Vorkommen kritisch

Bürgerinitiative gegen Bau der B423-neu : BI: Gutachten weist Wildkatzen in der Mastau nach

Im Umfeld des Besuches des grünen Bundespolitikers Cem Özdemir bei der Bürgerinitiative „Erhaltet die Maustau – gegen die B 423-neu“ vergangene Woche (wir berichteten) ist die Bürgerinitiative mit einer weiteren Nachricht an die Öffentlichkeit gegangen, die es in sich haben könnte.

Konkret geht es darum, dass die geschützte Wildkatze in der Mastau vorkommen soll. Im Frühjahr hatte die Bürgerinitiative in Zusammenarbeit mit dem Nabu und dem BUND Wildkatzenlockstäbe aufgestellt, heißt es in einer Mitteilung der BI. Nun habe der BUND-Saar das Ergebnis der Gen-Analyse bekannt gegeben: Die Haare an einem Lockstab im Bereich der Mastau seien positiv auf Wildkatzen getestet worden.

Die Wildkatze sei eine der seltensten einheimischen Säugetierarten und vornehmlich nachtaktiv. Sie sei durch internationale Abkommen, wie dem Washingtoner Artenschutzabkommen (WA), der Berner Konvention und der europäischen Fauna-Flora-Habitatrichtline (FFH-RL, Anhang IV) streng geschützt. In der roten Liste der gefährdeten Wirbeltiere Deutschlands sei die Wildkatze als „stark gefährdet“ eingestuft. All dies sei ein Grund mehr, findet die Bürgerinitiative, das Naherholungsgebiet mit seinen Biotopen zu erhalten.