Bei ihm bedeutet „i. R.“ eben auch „in Reichweite“

Bei ihm bedeutet „i. R.“ eben auch „in Reichweite“

Der Jubilar freut sich besonders auf den Festprediger: Der Speyerer Domkapitular Josef Szuba kommt zum Festamt für Pfarrer Georg Dahl. Der gebürtige Neu-Altheimer wollte „eigentlich immer nur Pfarrer werden“.

Pfarrer Georg Dahl, der am 1. Juli 1956 zum Priester geweiht wurde, feiert sein 60-jähriges Priesterjubiläum. Der Tag dieses Jubiläums ist Sonntag, 26. Juni, was auch gleichzeitig das Datum des Patronatsfestes der Pfarrei St. Johannes in Rohrbach ist. Dieser Festtag wird eröffnet mit einem feierlichen Amt um 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes in Rohrbach . Als Gast hat der Kirchenchor Hassel sein Kommen zugesagt. Worauf sich Pfarrer Dahl besonders freut: Festprediger ist Domkapitular Josef Szuba aus Speyer. Josef Szuba, ein guter Bekannter von Pfarrer Dahl aus seiner Zeit in Hettenleidelheim. Nach dem Festamt haben die Pfarrgemeinde sowie Freunde und Bekannte von Pfarrer Dahl im Jugendheim St. Johannes in Rohrbach Gelegenheit, ihre Glückwünsche zu übermitteln.

Und so kennt man ihn in Rohrbach : Lächelnd und freundlich nach allen Seiten grüßend, wie er durch Rohrbach geht, morgens zum Rosenkranzgebet in die Kirche und Mittag für Mittag zum Friedhof, wo er seine geliebte Schwester Maria besucht.

Georg Dahl, von einigen Rohrbachern fast liebevoll "Schorsch" genannt, hat während seiner Pfarrer-Tätigkeit in Rohrbach vielen Brautleuten den Hochzeitssegen erteilt, zahlreiche Täuflinge in die katholische Kirche aufgenommen und viele, ihm meist bekannte Personen, zu Grabe getragen.

In seine Amtszeit fiel auch um 1990 die Renovierung und teilweise Neugestaltung der Johanneskirche. Dies alles und vieles darüber hinaus seit dem Jahre 1982 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2000. Sieht man ihn trotz "i.R." immer wieder in der Kirche den Gottesdienst halten, so meint er eben nur: "Ich helfe doch immer gerne mal aus, wenn ich gebraucht werde," und scherzt dazu: "i.R." bedeutet ja nicht nur "im Ruhestand", sondern auch "in Reichweite", was Marcin Brylka, der jetzige Pfarrer , sicherlich zu schätzen weiß.

Anfangs, erinnert sich Georg Dahl, fiel ihm die Arbeit in Rohrbach gar nicht so leicht: Neuer Ort, andere Gepflogenheiten, neue Pfarrgemeinde und vor allem, alles doppelt so groß und doppelt so zahlreich wie zuvor in Hettenleidelheim. Doch nach einer Wallfahrt nach Lourdes, so berichtet er, habe er neue Kraft gespürt und eine gewisse Gelassenheit ließ ihn von da an seinen Alltag bewältigen. Bevor Georg Dahl nach Rohrbach kam, damals von Dekan Pfarrer Roth eingeführt, war er 16 Jahre Pfarrer in Hettenleidelheim, eine Zeit, an die er sich gern zurückerinnert. Seine Zeit als Kaplan verbrachte er zuerst in Kaiserslautern, dann in St. Ingbert, später in Ludwigshafen und zuletzt in Deidesheim.

Geboren in Neu-Altheim (Pinningen), als Kind von gläubigen Eltern geprägt, studierte er dann an der "Bischöflich theologischen Hochschule" in Eichstädt bis zu seiner Priesterweihe am 1. Juli 1956.

Fragt man ihn, seit wann er wusste, dass er Priester werden wolle, so antwortet er: "Bei uns zu Hause wurde Glaube gelebt, ich war natürlich auch Messdiener - eigentlich wollte ich immer nur Priester werden."

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