BBZ will für alle Schüler zugänglichen Wasserspender

BBZ will für alle Schüler zugänglichen Wasserspender

Das BBZ St. Ingbert plant mit den 5000 Euro aus der Günter Dörr-Stiftung einen zweiten Wasserspender für die 1900 Schüler. Dieser soll auch für Rollstuhlfahrer problemlos zugänglich sein. Eine sinnvolle Investition, so Schulleiterin Mechthild Falk

Das Berufsbildungszentrum St. Ingbert (BBZ) kann sich seit vergangenen Freitag über die stolze Summe von 5000 Euro freuen. Oberbürgermeister Hans Wagner überreichte im Rathaus, in seiner Funktion als Vorsitzender der Günter Dörr-Stiftung, den Scheck an Schulleiterin Mechthild Falk.

Wie die Direktorin berichtete, wird das Geld in Absprache mit der Schülervertretung für einen zusätzlichen Wasserspender im Schulgebäude verwandt werden. Die Anschaffung eines solchen Gerätes sei kostenintensiv. Aus Gesundheitsgründen dürfe wegen einer möglichen Verkeimungsgefahr kein Wasser auf Vorrat im Gerät enthalten sein. Das BBZ habe zwar bereits einen Wasserspender, welcher "enorm gut angenommen" werde (Falk). Doch das sei vor allem für Rollstuhlfahrer ungünstig hoch und befinde sich in einem anderen Gebäudeteil. Der Standort der Neuanschaffung soll für alle zugänglich sein.

Da der Kiosk weniger günstige Öffnungszeiten habe und man den Schülern kostenlos Wasser - insbesondere in der warmen Jahreszeit - zur Verfügung stellen möchte, erscheine die Anschaffung sinnvoll. Zudem praktiziere man den Gedanken von fairem Handel, weshalb man kein Getränkeangebot mit Zucker machen möchte, so Falk weiter. Ferner sei ein einziger Wasserspender für 1900 Schüler nicht ausreichend. Sollte von dem Geld noch etwas übrig bleiben, so wird das für die Abschlussfeier im nächsten Sommer (am 27. Juni 2017) verwandt werden. Eventuell könnten mit den Restmitteln auch besondere Preise für Flüchtlinge, die das BBZ besuchen, angeschafft werden, so Mechthild Falk weiter. "Das Wasser in St. Ingbert ist das bestkontrollierteste", sagte Hans Wagner , der sich über den Verwendungszweck freute. Das Geld der Stiftung sei in einer Schule "gut angelegt", so der OB weiter.

Ermöglicht wurde die Finanzierung durch den Verkauf von 20 Mietwohnungen, die der Stifter zu Lebzeiten zur Kapitalanlage bewirtschaftete. Ursprünglich waren es 24 Objekte, die im südwestdeutschen Raum bis ins Rhein-Main-Gebiet verteilt waren. Die Verwaltungskosten wären höher als die Mieteinnahmen gewesen, erklärte Wagner. Zudem bestand ein Renovierungsstau. Auch die Entfernung hätte die Verwaltung erschwert.

Die Stiftung entschied sich, alles - bis auf vier in Kaiserslautern verbliebene Wohnungen - zum Verkehrswert zu verkaufen. 950 000 Euro betrug laut Hans Wagner der Erlös. Damit hat die Stiftung den ehemaligen Kindergarten St. Michael erworben und baut diesen zu altersgerechten Wohnungen um, um so ein Renditeobjekt zu betreiben. "Es drohen sonst bei der Bank Negativzinsen", erklärte Stiftungs-Chef Wagner. Neben dem BBZ in St. Ingbert wird aktuell auch die Grundschule Rohrbach von der geplanten, jährlichen Ausschüttung gefördert.