Baustelle „überrascht“ Buskunden in Rentrisch

Rentrisch · In Rentrisch wird die Untere Kaiserstraße erneuert. Wegen der Wanderbaustelle gibt es eine einseitige Straßensperrung, weshalb nicht jede Bushaltestelle angefahren werden kann. Doch die Kunden wurden nicht informiert.

 Während der Bauarbeiten in der Unteren Kaiserstraße in Rentrisch werden einige Bushaltestellen „nicht bedient“. Foto: Jung

Während der Bauarbeiten in der Unteren Kaiserstraße in Rentrisch werden einige Bushaltestellen „nicht bedient“. Foto: Jung

Foto: Jung

. Seit Montag wird die Untere Kaiserstraße in Rentrisch erneuert. Dies ist mit Einschränkungen für den Verkehr verbunden. Während die Autofahrer per Ampelregelung auf Höhe des Rentrischer Bahnhofs kurze Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, wurden Rentrischer, die auf den Bus angewiesen sind, "ausgebremst". Betroffen waren vor allem Grundschüler, die am Morgen mit der Linie 506 oder 592 fahren. Am Ende des Lottenhammers war an der Blecherdell die Zufahrt zur Unteren Kaiserstraße gesperrt. Busse mussten den "Rückzug" antreten. Deshalb können beide Linien die Haltestellen "Am Bahnhof" und am "Brudermühlenweg" auf der Unteren Kaiserstraße nicht anfahren. Auch Busse anderer Linien können nicht am Bahnhof halten. Einige Schüler, die mit dem Bus zum Rendezvousplatz in St. Ingbert und von da in die weiterführenden Schulen müssen, standen am Wochenanfang ratlos am Bahnhof. Einige riefen ihre Eltern an.

Ein Busfahrer, für den die Verkehrsregelung ebenfalls neu war, nahm seine Fahrgäste am Ende der Baustelle auf. Das eigentliche Problem ist aber nicht die Verlagerung oder Sperrung von Haltestellen, sondern die mangelnde Information. Kein Aushang wies auf die Änderung hin. Ein Unding. "Wo ist hier die Verantwortung der Saar-Pfalz-Bus GmbH geblieben?", fragt sich unsere Leser-Reporterin Helga Roth, die hier die Beförderungspflicht verletzt sieht.

Auch Wolfgang Lipski, der bei Saar-Pfalz-Bus für das Verkehrsmanagement unter anderem der Stadt St. Ingbert verantwortlich ist, war mit der Situation unglücklich: "Da hat einfach die Vorabstimmung gefehlt, die nicht bis ins Detail durchgesprochen wurde. Und auch die Kommunikation zwischen Baufirma, Bauträger und uns hat nicht funktioniert." Die Baufirma hätte nicht rechtzeitig Bescheid gesagt, so dass mehr als nur die Busnutzer am Montag von den Sperrungen überrascht waren. Saar-Pfalz-Bus hat das bemängelt und am Dienstag fand ein Vor-Ort-Termin mit allen Beteiligten statt.

Seit Mittwoch informieren Schilder an den jeweiligen Haltestellen über die Änderungen. In 14 Tagen ist dieser Bereich der Wanderbaustelle fertig, der Lottenhammer wieder offen. Doch wie geht es weiter? "Es wird immer nur eine Haltestelle gesperrt sein", so Lipski, "wir bemühen uns, dass immer zwei Tage vorher an der entsprechenden Haltestelle ein Aushang über die Regelung gemacht wird."

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von unserer Leser-Reporterin Helga Roth aus Rentrisch . Wenn Sie Interessantes zu erzählen haben, können Sie für Sprachnachrichten aufs Band die Nummer (0681) 59 59 800 nutzen oder schicken Sie Ihren Hinweis an unsere E-Mail-Adresse: leser-reporter@sol.de oder unser Onlineformular: www.saarbruecker-zeitung.de/leserreporter .

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