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Badegäste machen einen weiten Bogen um die Becken im Freien

Badegäste machen einen weiten Bogen um die Becken im Freien

Die Freibäder sind das Symbol schlechthin für sommerliches Wetter. Aber auch dessen Ausbleiben merkt man nirgendwo so sehr wie hier. Ein Blick auf die aktuellen Besucherzahlen verrät die ganze Tristesse der zum Badespaß fehlenden Hitzetage.

St. Ingbert/Blieskastel/Gersheim. Sonne, Regen, Sonne, Regen: Bisher lässt der Sommer mehr als zu wünschen übrig. Dennoch lassen die Betreiber der Freibäder in der Region den Kopf nicht hängen und hoffen, genau wie die Bürger auch, auf sonnige und heiße Tage. "Unseren Gästen ist derzeit das Wetter nicht sonnig genug oder der Wind zu stark", berichtet Michaela Paul von der Bäderbetriebsgesellschaft St. Ingbert mbH auf Anfrage unserer Zeitung. Die Frühschwimmer kämen zwar immer noch tapfer ins St. Ingberter "blau", aber auch die seien weniger geworden. Paul sagt: "Die meisten älteren Gäste möchten dann lieber im Hallenbad ihre Bahnen ziehen und auch die Jugendlichen gehen nicht bei jedem Wetter ins Freibad. Auch sie möchten bei schlechtem Wetter lieber ins warme Wasser." Familien mit kleinen Kindern beispielsweise gehen laut Michaela Paul beispielsweise auch bei schönem Wetter wegen der Sonneneinstrahlung lieber ins Hallenbad. Die müssen sich allerdings derzeit noch ein wenig gedulden. Bis einschließlich Sonntag, 22. Juli, ist das Hallenbad wegen Revision geschlossen. Ab dem 23. Juli können die Gäste dann das Hallenbad wieder besuchen. Auch die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Vergangenes Jahr im Juni kamen 11 250 Gäste ins Freibad. In diesem Jahr kamen laut Paul von Mai bis 10. Juli 12 006 Besucher. "Wir hatten vergangenes Jahr in einem Monat mehr Gäste, als dieses Jahr in der bestehenden Saison."Mit 12 000 Gästen kamen auch ins Freizeitzentrum Blieskastel im Juni 600 Gäste weniger als vergangenes Jahr. Das teilt der Geschäftsführer des Freizeitzentrums, Georg Becker, auf Anfrage mit. "Da wir ein Kombibad haben, kommen die Gäste auch bei schlechtem Wetter und gehen dann ins Hallenbad", sagt er. Dennoch hofft auch er auf besseres Wetter und darauf, dass die Besucher zahlreich ins Blieskasteler Freizeitzentrum strömen. "Bei schönem Wetter können unsere Gäste dann auch unsere große Liegewiese nutzen." Zudem weist Becker darauf hin, dass sich am Blieskasteler Freizeitzentrum die Parksituation verbessert habe. "Wir haben einen großen, neuen Parkplatz, direkt am Haus."

Eine Liegewiese könnten theoretisch auch die Gäste des Freibades im Gersheimer Ortsteil Walsheim nutzen. "Bei diesen Temperaturen strömen die Besucher allerdings auch nicht zu uns", erklärt Wolfgang Degott, Kulturamtsleiter der Gemeinde Gersheim. Hartgesottene kämen allerdings trotzdem. "Da wir den Campingplatz in der Nähe haben, kommen manche Gäste zum schwimmen und gehen dann wieder auf den Campingplatz", so Degott. Die Zahlen sprechen auch in Walsheim eine deutliche Sprache. Degott berichtet, dass im Juni dieses Jahres 2150 Gäste ins Freibad gekommen seien, im Vorjahr seien es 4530 Schwimmfreudige gewesen. "Das schlechte Wetter macht uns enorm zu schaffen. Vor allem war ja auch 2011 im Vergleich zu 2010 schon kein gutes Jahr", so der Kulturamtsleiter weiter. Im Mai dieses Jahres kamen 1840 Besucher, im Vorjahr waren es 1490. "Das sind zwar einige mehr als 2011, allerdings haben wir dieses Jahr auch bereits Anfang Mai, nicht wie sonst Mitte Mai, geöffnet." Das wolle man auch beibehalten und auch in den kommenden Jahren früher öffnen. Auf gutes Wetter hofft Degott für den 12. und 13. August. Für diese Termine ist im Walsheimer Freibad wieder Open-Air-Kino geplant. Am 12. August soll der Film "Nichts zu verzollen" gezeigt werden, am 13. August "Ein gutes Jahr". ywi