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Autorenlesungen in der Stadtbücherei St. Ingbert

ILF St. Ingbert : Literaturforum startet in den Leseherbst

Der Auftakt am morgigen Mittwoch mit Harald F. Gregorius musste allerdings krankheitsbedingt abgesagt werden.

Herbstzeit ist eine gute Lesezeit. Nicht ohne Grund findet in den kühler werdenden Wochen des Jahres die Frankfurter Buchmesse statt. Wann sonst treffen Buchhändler und Verlage auf ein dankbareres Publikum als zu der Zeit, wo die Tage kürzer und die Nächte länger werden. Auch beim St. Ingberter Literaturforum (ILF) weiß man das, und deshalb startet es jetzt auch in der Mittelstadt in die hohe Zeit der Bücher.

Den Auftakt der Veranstaltungsreihe sollte am morgigen Mittwoch, 21. August, Harald F. Gregorius mit der Präsentation seines reich bebildertes Buches „Danke Olav! Einsichten und Begegnungen auf einem Pilgerweg in Norwegen“ machen. Doch die Veranstaltung musste wegen Erkrankung des Autors abgesagt werden. Ein Ersatztermin soll zeitnah organisiert werden. Das teilte die St. Ingberter Stadtverwaltung am Montagnachmittag mit.

Am Mittwoch, 4. September, steht in einer musikalisch umrahmten Lesung mit Klaus Brabänders Krimi „DreierPack“ ein saarländischer Thriller auf dem Programm. Es geht um das unerklärliche Verschwinden einer Frau. Hauptkommissar Joachim „Josch“ Schaum, obwohl offiziell bereits im Ruhestand, steckt plötzlich mittendrin in den Ermittlungen, nicht offiziell, aber doch irgendwie.

„Einladung zu einer Reise in fantastische Welten. Fantasy-Abend in der Stadtbücherei“ – unter diesem Titel steht am Mittwoch, 25. September, eine Veranstaltung mit einer jungen Autorengruppe um Carolin Summer. Es geht dabei um Urban Fantasy und mehr sowie insbesondere auch um den Entstehungsprozess von Büchern.

Ein besonderer Gast kommt am Mittwoch, 30. Oktober, nach St. Ingbert: Marcus Imbsweiler aus Heidelberg. In seinem neuestem Roman „Achtundachtzig“ dreht sich das Geschehen um den tragischen Flugzeugabsturz auf der Ramstein Airbase 1988. 30 Jahre danach ereignet sich ein mysteriöser Todesfall und reißt die Erinnerung an die zur Feuerhölle gewordene Flugschau wieder auf. Ein äußerst interessantes Stück Zeitgeschichte wird hier vielschichtig, packend und spannend erzählt.

Am Montag, 18. November, lädt das Literaturforum in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung zu einer szenischen Lesung ein. Der Abend ist Günter Grass gewidmet, dessen vor 60 Jahren erschienener Debütroman „Die Blechtrommel“ den Danziger Autor zum Shooting Star der deutschen Nachkriegsliteratur machte, nicht zuletzt auf Grund seiner Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit, die sich vielfach in seinen Werken widerspiegelt.

In Zusammenarbeit mit der Deutsch-polnischen Gesellschaft Saar hatte die Stadtbücherei St. Ingbert bereits in den letzten Jahren namhafte Vertreter der Gegenwartsliteratur unseres östlichen Nachbarlandes eingeladen. In diesem Jahr wird am Mittwoch, 27. November, Katarzyna Bonda zu Gast sein, sie zählt zu den meistverkauften und beliebtesten Autorinnen Polens.

Alle Veranstaltungen des St. Ingberter Literaturforums beginnen um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei in der St. Ingberter Fußgängerzone. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.