Ausgerechnet beim Mondscheinmarkt schien die Sonne

Ausgerechnet beim Mondscheinmarkt schien die Sonne

Blieskastel. Alle Leute klagen über das Wetter. Und tatsächlich gab es am vergangenen Wochenende nur am Freitag die Sonne zu sehen: Und das genau beim Mondscheinmarkt! Schönes Wetter, wenngleich am späteren Abend auch sehr frische Temperaturen, lockten sehr viele Gäste auf den inzwischen schon zur Tradition gewordenen Abendmarkt

Blieskastel. Alle Leute klagen über das Wetter. Und tatsächlich gab es am vergangenen Wochenende nur am Freitag die Sonne zu sehen: Und das genau beim Mondscheinmarkt! Schönes Wetter, wenngleich am späteren Abend auch sehr frische Temperaturen, lockten sehr viele Gäste auf den inzwischen schon zur Tradition gewordenen Abendmarkt. "Es regnet kein Glatteis, es schneit nicht, das Wetter ist schön, also freuen sich die Händler wie die Besucher. Wir hatten Glück mit dem Termin, wir haben den besten Tag der Woche erwischt", war auch Andreas Marschall guter Dinge.

Der Salami-Händler ist zusammen mit der Stadt für den Mondscheinmarkt verantwortlich, Marschall stellt den Händlermix zusammen: "Wir haben heute den Schwerpunkt auf feine Spezialitäten gelegt, Marmeladen und Liköre, Öle und Essige, aber natürlich auch Osterdekorationsmaterial", beschrieb der Salami-Spezialist die Marktzusammensetzung. Und der Blieskasteler Markt erfreut sich großer Beliebtheit: Der Organisator musste auch einige Händler wieder wegschicken, weil auf dem Paradeplatz alles voll war: "Wir können den Markt ja nicht auch noch in die anliegenden Straßen ausufern lassen", meinte der Händler. Insgesamt waren die Leute sehr zufrieden mit dem Angebot. Viele Händler haben ihre Stammkundschaft, man trifft sich und plaudert ein bisschen. So gehört etwa Guido Bobenrieth aus Saarbrücken-Burbach zu den Stammhändlern. Der Pferdemetzger hat eine treue Kundschaft in Blieskastel. Hat ihm der Pferdefleisch-Skandal geschadet? "Nein, das Gegenteil ist der Fall. Die Kunden sind dem Pferdefleisch gegenüber aufgeschlossener geworden. Viele sind neugierig und wollen das Fleisch jetzt mal probieren", stellt der Pferdemetzger klar.

Und er preist auch die Vorzüge des Pferdefleisches an, wenig Fett oder geringen Cholesteringehalt etwa. Das Geschäft läuft gut, Bobenrieth ist zufrieden. Wenn er nicht schon ausgebucht wäre, käme er gerne öfter nach Blieskastel, auch zum Wochenmarkt. Neu im Geschäft sind Caroline Jung und Desiree Maus aus St. Ingbert. "(F)Eingemachtes - einfach gut" lautet ihr Slogan. Die beiden jungen Damen, im Hauptberuf eigentlich Studentinnen, bieten "Liköre, Marmeladen und mehr" an, in Blieskastel sind sie mit dem Geschäftsverlauf an diesem Abend zufrieden. "Reich werden wir davon nicht, wir müssen halt immer noch zur Uni, aber es macht ganz viel Spaß", stellt Desiree Maus fest. Sie sind auf einigen Märkten dabei, so in St. Ingbert auf dem Weihnachtsmarkt, in Blieskastel auf dem Mondscheinmarkt und auch auf dem St. Ingberter Ostermarkt werden sie ihre Spezialitäten "mit Produkten aus der Biosphäre" anbieten. Schnell fertig war an diesem Abend Petra Kunz. Die Bäckerin verkaufte für das "Backparadies Kissel" aus dem Kuseler Musikantenland das bekannte Brot in riesigen Laiben. Um sieben Uhr musste sie ihren Stand schließen: Ausverkauft! Viel Andrang hatten auch wieder die Biesinger Marktfrauen zu bewältigen.

Spezialitäten an diesem Freitag: warmer Apfelsaft mit Calvados oder Rose´ mit Zitronenlimonade. "Frühlingsmacher" hatten sie diese Kreation genannt. Nur der Mond kam noch an diesem Abend, der Frühling ließ weiter auf sich warten. Der nächste Mondscheinmarkt ist am Freitag, 25. April. ers