Aus Rotkohl kann Textilfarbe werden

Im Herbstferienprogramm „Weltverbesserer gesucht“ wies die Schülergenossenschaft „InnoGrün“ des Leibniz-Gymnasiums per Workshop auf die Bedeutung der Nutzung regionaler Produkte hin.

. Als im Herbst die Anfrage von Jutta Klicker von der VHS St. Ingbert ans Leibniz-Gymnasium kam, ob nicht Schüler der Schülergenossenschaft InnoGrün Interesse hätten, ihre Arbeit einigen Kindern nahe zu bringen, zögerten diese nicht lange und sagten zu. Schließlich gehören Bildung und Nachhaltigkeit zu den Grundsätzen der Unesco-Projektschule. Im Rahmen des Herbstferienprogrammes "Weltverbesserer gesucht" veranstaltete die Schülerfirma daraufhin in der Südschule einen Workshop zum Thema Nachhaltigkeit. Dabei legten die Schüler besonderen Wert darauf, den Sechs- bis Zwölfjährigen nahe zu bringen, wie wichtig der Umgang mit regionalen Produkten wie zum Beispiel Äpfeln ist. Hierbei differenzierten sie zwischen frisch gepflückten Äpfeln aus dem Biosphären-Reservat Bliesgau und Neuseeländischen Äpfeln aus dem Supermarkt. Nach einem blinden Geschmackstest durften die Kinder entscheiden, welcher der Äpfel ihnen besser geschmeckt hat. Der Großteil entschied sich hierbei für den Bliesgau-Apfel. Dann folgte der "Weg der Jeans". Anhand einer Weltkarte wurde erklärt, dass eine einfache Jeanshose fast 60 000 Kilometer zurücklegen muss, um in den Läden namhafter Kleidermarken zu landen und wie viel Lohn letztendlich für die Arbeiter in den asiatischen Ländern übrig bleibt. Es sind weniger als ein Prozent, was alle Kinder betroffen reagieren ließ.

Um den Kindern nach diesen Infos etwas Erholung zu gönnen, durften sie zum Schluss T-Shirts mit Naturfarben, hergestellt aus eingekochtem Rotkohl oder Spinat, einfärben. Dies sollte ihnen zeigen, dass das Einfärben von Kleidern auch ohne Chemikalien funktioniert. Die InnoGrün-Mitglieder Emely Sawatzki und Eva Donner (von links) erläuterten den Weg einer Jeans. Foto: Aaron Müller/Schule