Aus New York zu Oma Magda nach St. Ingbert

Aus New York zu Oma Magda nach St. Ingbert

Neuzugang Cordt Flätgen vom Verbandsligisten SV St. Ingbert hat große Ziele. Der Mann mit den drei Staatsbürgerschaften will Fußball-Profi werden und traut sich irgendwann sogar den Sprung in die 3. Liga zu. Mit dem SVI erwartet Flätgen an diesem Samstag die FSG Schiffweiler.

Ein New Yorker mischt derzeit die Fußball-Verbandsliga Nordost auf. Wenn der SV St. Ingbert an diesem Samstag um 16 Uhr im Mühlwaldstadion den Fünften FSG Schiffweiler erwartet, wird wieder Winter-Neuzugang Cordt Flätgen auf Torejagd gehen. Der 22-Jährige hat am Höhenflug der Elf von Trainer Klaus Moscherosch im Jahr 2014 einen großen Anteil und traf bereits sechs Mal. "Er hat sich sowohl sportlich als auch charakterlich ganz schnell integriert und ist für uns ein absoluter Gewinn", lobt Moscherosch seinen Torjäger.

Flätgen hat gleich drei Staatsbürgerschaften: Die deutsche, die von Trinidad und Tobago sowie die der USA. In den USA ist er auch in New York bei seinen Eltern - die Mutter stammt aus Trinidad und Tobago, der Vater ist Deutscher - aufgewachsen. Dort hat er Finanzwirtschaft studiert, dieses Studium aber nun unterbrochen, um in Deutschland Fußballprofi zu werden. In den USA gehörte der Stürmer einer Hochschulmannschaft an.

Ursprünglich wollte Flätgen, der gut Deutsch spricht, im Winter zum Oberligisten SV Elversberg II wechseln, um sich dort für noch höhere Aufgaben zu empfehlen. Der Kontakt an die Kaiserlinde war durch den Nachbarn seines Onkels entstanden, der bei der SVE als Physiotherapeut arbeitet. "Da ich aber zuvor in den USA gespielt hatte, bekam ich keine kurzfristige Spielgenehmigung für die Rückrunde", erzählt Flätgen. Der Bruder des Elversberger Spielers Sebastian Piotrowski, Ronald, spielt in St. Ingbert. Und so wurde dann der Kontakt zum SV St. Ingbert hergestellt. Das passt auch gut, da ich derzeit bei meiner Oma Magda in St. Ingbert wohne", berichtet er.

Nach dieser Saison will Flätgen allerdings den SVI wieder verlassen und bei einem saarländischen Oberligisten Fuß fassen. "Ob das in Elversberg oder woanders ist, steht noch nicht fest. Ich will mich in der Oberliga etablieren und traue mir irgendwann den Sprung bis hin in die 3. Bundesliga zu", hat der Stürmer recht große Ziele. Ob er mittelfristig sein Studium in den USA oder in Deutschland fortsetzt, hängt davon ab, ob es mit einer Profikarriere klappt oder nicht.

Ebenfalls ein Heimspiel bestreitet der SV Bliesmengen-Bolchen am Samstag um 15.30 Uhr gegen den Spitzenreiter SV Habach. Mengen will dabei an die gute Leistung vom 2:2 in Thalexweiler anknüpfen. Und die DJK Ballweiler-Wecklingen hat nach dem 5:1 gegen den VfB Theley noch einmal zarte Aufstiegshoffnungen. Um die weiterhin am Leben zu erhalten, muss allerdings am Sonntag um 15 Uhr im Verfolgerduell bei der DJK Bildstock gleich der nächste Dreier her.