Auf dem Weg zu etwas Menschlichkeit

Honduras zählt zu den unsichersten Ländern der Welt. Gewalt, Tod und Armut bestimmen das Leben. Ein Dokumentarfilm beschreibt den Kampf einer Gruppe Kleinbauern für eine neue Gesellschaft – zu sehen in der Kinowerkstatt.

Am Freitag, 23. September, zeigt die Kinowerkstatt in St. Ingbert um 19 Uhr den Film "La Finca Humana - Die humane Farm". In einem mitreißenden Dokumentarfilm vermitteln der Filmemacher Brian Olson (Honduras/USA) und der Produzent Rolando Lopez (Honduras) den Kampf einer Gruppe honduranischer Kleinbauern für eine neue Gesellschaft.

Im Anschluss an die Filmvorführung in der Kinowerkstatt findet ein Publikumsgespräch mit Brian Olson und Rolando Lopez statt. Die Abendveranstaltung sowie Schulaufführungen für mehrere weiterführende Schulen aus St. Ingbert am Vormittag des 23. Septembers finden mit Unterstützung der Fairtrade Initiative Saarbrücken sowie der Mittelstadt St. Ingbert statt.

Honduras liegt in Mittelamerika in Nachbarschaft zu Guatemala, El Salvador und Nicaragua. Der Staat zählt zu den unsichersten Ländern der Welt.

Armut , hohe Arbeitslosigkeit, terrorisierende Jugendbanden, sehr geringe Schulabschlussrate, Morde, Überfälle, Vergewaltigungen, Einbrüche, Entführungen, Drogengewalt und Korruption sind an der Tagesordnung. Die einzigen legalen Exportschlager sind Kaffee und Bananen.

Diskussion mit Filmemachern

Gegenwärtig führt eine kleine Gruppe um Rodolfo Peñalba eine friedliche Revolution ohne Waffen nach der Philosophie "The Human Farm" von Alias Sanchez. Sanchez hob die Bedeutung der Analyse und Reflektion hervor, ganz besonders im Vergleich zum Auswendiglernen und der puren Wiederholung.

Die friedlichen Revolutionäre betreiben ökologische Landwirtschaft und gestalten eine authentische wie auch gleichzeitig stimulierende Umgebung für Kinder.

Sie bringen dieses Programm von isolierten Bergdörfern in die am meisten verarmten und gefährlichsten Viertel des ganzen Landes.

Dabei arbeiten sie schnell, um eine Generation heranwachsen zu lassen, die die Probleme unserer Welt - Verschmutzung, Korruption und Gewalt - lösen kann, bevor es zu spät ist. Und dieses Ethos versucht der emotional gestaltete Dokumentarfilm von Rolando Lopez und Brian Olson zu vermitteln.

Den Kampf dieser Gruppe honduranischer Bauern um eine neue, bessere Gesellschaft. Von Anfang September bis Anfang Oktober sind die beiden Filmemacher Brian Olson und Rolando Lopez mit ihrem beeindruckenden Werk auf Tour in Deutschland und Europa und stellen sich der Diskussion.