Auf dem Fahrrad zum Sieg

Rohrbach · 20 Schüler der vierten Klassen aus St. Ingbert und Mandelbachtal nahmen am Radfahrwettbewerb in der Jugendverkehrsschule in Rohrbach teil. Die zwei besten fahren nun zum Landeswettbewerb.

 So sehen Sieger aus: Ganz oben auf dem Treppchen stand Siegerin Hannah Grandjean, gefolgt von der Zweitplatzierten Natalie Foot (links daneben) und Carlos Woll auf Platz drei. Foto: Cornelia Jung

So sehen Sieger aus: Ganz oben auf dem Treppchen stand Siegerin Hannah Grandjean, gefolgt von der Zweitplatzierten Natalie Foot (links daneben) und Carlos Woll auf Platz drei. Foto: Cornelia Jung

Foto: Cornelia Jung

. Am Mittwoch waren in Rohrbach Helme und Hüte gleichermaßen angesagt. Die Helme auf den Köpfen der Schüler der vierten Klassen, die sich dem Radfahrwettbewerb in der Jugendverkehrsschule stellten, und die Hütchen auf der Straße zum Abstecken der Wegstrecke. Die besten Radfahrer der Klassen aus St. Ingbert und Mandelbachtal, die an der Radfahrausbildung teilgenommen hatten, kämpften auf einem Parcours um fehlerfreies Fahren.

Insgesamt traten 20 Schüler in die Pedale, um sich auf dem Zweirad zu messen. Alle versuchten, sich bei sengender Hitze auf ihre Aufgabe zu konzentrieren. Rainer Roth von der Jugendverkehrsschule in Rohrbach standen als Fremdprüfer zwei seiner Kollegen aus Bexbach und Homburg zur Seite. Sie begleiteten die Veranstaltung mit dem nötigen Ernst und einer gehörigen Portion Humor. "Halt, Polizei. Ich tue euch nix. Aber da steht ein Stoppschild. Also müsst ihr auch anhalten. Das ist doch kein Rüber-Roll-Schild", weist Uwe Grub eine junge Radfahrerin auf die Bedeutung des Schildes hin. Und Rainer Roth läuft zur gleichen Zeit mit ein paar Prüflingen zu einer Ausfahrt, um sie auf die besondere Situation an dieser Stelle hinzuweisen: "Guckt mal, da ist eine schöne, dicke fette Linie auf dem Boden aufgemalt. Wisst ihr, wie die heißt?" Die Antwort kam mit "Haltelinie" wie aus der Pistole geschossen. "Genau. Das ist also keine Drüber-Wackel- oder eine Raus-Sause-Linie", so der Polizist. Nachdem alle zweimal die Prüfungsstrecke abgefahren waren, wurden einige Verkehrsschilder entfernt und die Kinder konnten sich mit ihren Fahrrädern unter den Argusaugen der drei Polizisten frei bewegen. Haben die Schüler nach links und rechts geschaut oder beim Abbiegen mittels herausgehaltenem Arm die Richtungsänderung angezeigt? Die Prüfer waren zufrieden. Mehr als drei Fehler hatte keiner und sechs Schüler kamen sogar fehlerfrei über die Strecke. "Doch das Siegertreppchen hat nur drei Stufen. Deshalb müssen wir stechen", so Roth. Beim Schnecken-Slalom-Rennen war langsames, präzises Fahren über eine Wippe, einen Steg und durch die Stangen gefragt. "Du darfst auch lachen", so Polizist Joachim Berger zu einer Endrundenteilnehmerin. Und das war gar nicht so einfach. Lachen, Haltung bewahren, langsam fahren und das fehlerfrei, setzte Konzentration voraus. Hannah Grandjean und Natalie Foot meisterten alles souverän und fahren zum Bezirksentscheid am 3. Juli nach Neunkirchen. "Alle anderen sind nicht Letzte, sondern Vierte. Meister seid ihr ja sowieso, schließlich habt ihr in euren Klassen schon gewonnen", lobte Roth die Schüler. "Hier mitgemacht zu haben ist wie eine Lebensversicherung. Wenn man hier gelernt und am Wettbewerb teilgenommen hat, dann habt ihr das nötige Rüstzeug für die Zukunft und kommt gut durch den Straßenverkehr", so Dietmar Glandien von der Polizeiinspektion St. Ingbert.