Auch punktlos ein intakter Verein

Wörschweiler. Mit dem SV Naßweiler (Kreisliga A Warndt) und dem TuS Wörschweiler/Schwarzenacker gibt es im saarländischen Aktivenfußball Ende November nur noch zwei Mannschaften, die noch ohne jeden Punktgewinn sind. Naßweiler hat ein Torverhältnis von 10:125 nach 14 Spielen, der TuS Wörschweiler steht nach jetzt 17 Spielen mit 9:120 Toren am Tabellenende der Kreisliga A Bliestal

Wörschweiler. Mit dem SV Naßweiler (Kreisliga A Warndt) und dem TuS Wörschweiler/Schwarzenacker gibt es im saarländischen Aktivenfußball Ende November nur noch zwei Mannschaften, die noch ohne jeden Punktgewinn sind. Naßweiler hat ein Torverhältnis von 10:125 nach 14 Spielen, der TuS Wörschweiler steht nach jetzt 17 Spielen mit 9:120 Toren am Tabellenende der Kreisliga A Bliestal. Dorthin wurde der Club, der zuvor in der Kreisliga A Saarpfalz gespielt hatte, im Sommer nach der Ligen-Reform des Verbandes versetzt. Auch an diesem Samstag gab es im Nachholspiel beim Siebten SV Breitfurt eine deutliche 0:5-Niederlage."Umso erstaunlicher ist es, wie motiviert die Jungs jedes Spiel angehen und daran glauben, dass es gerade heute soweit ist, die ersten Punkte einzufahren", erzählt Trainer Christof Aggoun. Seit Rundenbeginn leiten er und Markus Stegmann das Training. Beide sind, wie der Vorsitzende Frank Krumbach, zwar neu in ihren Ämtern, ihrem TuS aber schon lange verbunden. Gerade wegen oder trotz der Ergebnisse zuletzt ist der gesamte Verein noch enger zusammengerückt.

Zusammenhalt ist in Wörschweiler die Trumpfkarte, die den Verein am Leben und den Spielbetrieb aufrecht hält. "Dazu waren zwar auch mal deutliche Worte notwendig", betont Frank Krumbach. Jedoch haben sich nach einer gemeinsamen Sitzung die Trainingsbeteiligung und die Leistungen sonntags spürbar verbessert.

Beim FC Erfweiler-Ehlingen war man dann auch ganz nah an den ersten Punkten dran, führte lange mit 1:0 und war überlegen. Doch das Spiel endete 1:2. "In der Schlussphase kostete uns die mangelnde Fitness die Punkte", ärgerte sich Aggoun. Trotzdem ist er optimistisch, dass es bald mit dem ersten Punktgewinn klappt. Die schon 115 Gegentore liegen "aber keinesfalls an unserem Torwart, der fast jeden Sonntag zu den besten Spielern auf dem Platz gehört", lobt Stegmann. Schlussmann Robert Rauer sagt: "Klar ist es manchmal frustrierend, wenn man als Torwart so oft hinter sich greifen muss. Ich sehe aber auch, wie die Jungs vor mir in jedem Spiel wieder aufs Neue alles geben, um die ersten Punkte einzutüten. Das macht einfach Spaß, und der Frust verfliegt."

Nicht einfach sei für den Verein die Zuordnung zur Kreisliga A Bliestal. Krumbach: "Viele unserer Spieler kommen aus dem Raum Homburg und müssen nun sehr viel weitere Wege zu den Auswärtsspielen in Kauf nehmen." Aber im geselligen Bereich ist der Verein sozusagen an der Tabellenspitze. Krumbach betont den Zusammenhalt in der Mannschaft und das rege Vereinsleben. So fahren bald mehr als ein Drittel der 60 Mitglieder zu einem gemeinsamen Kurzurlaub in die Vogesen.

"Umso erstaunlicher ist es, wie motiviert

die Jungs

jedes Spiel angehen."

Christof Aggoun, Trainer beim TuS Wörschweiler