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Auch Ortsrat Rohrbach kritisiert die Brunnenbohrung in Kirkel

Ortsrat fordert Informationen : Auch Rohrbacher besorgt wegen Brunnenbohrung

Die Mitteldeutsche Getränke GmbH will im Kirkeler Taubental einen weiteren Brunnen für die gewerbliche Wassergewinnung bohren (wir berichteten mehrfach). Viele Bürger und Lokalpolitiker sind besorgt.

Auch die Mitglieder des Rohrbacher Ortsrates sind es. Denn diese Bohrung betrifft auch die Trinkwasserversorgung der St. Ingberter. In seiner jüngsten Sitzung in der Rohrbachhalle stellte sich das Gremium einstimmig hinter die Forderung des St. Ingberter Oberbürgermeisters Ulli Meyer. Dieser hatte in unserer Zeitung erklärt, er sehe Redebedarf mit den Verantwortlichen des Unternehmens. Meyer hatte darauf hingewiesen, dass angesichts des immer stärker werdenden Klimawandels in der heutigen Zeit die nachhaltige Sicherung von Trinkwasserreserven für die Bürger oberstes Gebot sei. An der Trinkwasser-Schicht, die unterirdisch von Homburg bis nach St. Ingbert reiche, hingen viele Brunnen, die für die Trinkwasserversorgung in der gesamten Region sorgten. Die St. Ingberter wollten an der Diskussion der Trinkwasserentnahme beteiligt werden. Und schließlich lud der OB die Verantwortlichen ein, vor den Stadträten das Projekt vorzustellen.

„Ich haben mit Erschrecken von den Plänen des Unternehmens Kenntnis genommen“, stellte der Rohrbacher Ortsvorsteher Roland Weber in der Sitzung fest und betonte: „Die Firma kann nicht einfach so im Windschatten einen neuen Trinkwasser-Brunnen bohren. Wir wollen wissen, was hier passiert.“