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Arbeitslosenzahlen im Saarpfalz-Kreis mit Ukraine-Effekt

Arbeitslose im Saarpfalz-Kreis im September 2022 : Im September ging die Zahl freier Jobs zurück

Die Arbeitsagentur verzeichnet im Saarpfalz-Kreis weniger Arbeitslose. Aus der Ukraine Geflüchtete verändern die Statistik  beim Jobcenter.

Ende September waren im Saarpfalz-Kreis 1547 Frauen und 1850 Männer arbeitslos gemeldet. Wie aus dem Arbeitsmarktbericht hervorgeht, den die Agentur für Arbeit an diesem Freitag vorgelegt hat, entspricht dies einem Rückgang zum Vorjahr von 1,7 Prozent bei den Frauen und 4,9 Prozent bei den Männern. 268 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren unter 25 Jahre alt. Gegenüber dem Vorjahr gab es bei dieser Personengruppe einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 1,8 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe „50 plus“ lag im aktuellen Monat bei 1426. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6,1 Prozent reduziert, so die Arbeitsagentur. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im September 1128. Gegenüber September 2021 ist dies ein Rückgang um 16,8 Prozent.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, die in der Zuständigkeit der Agentur für Arbeit Saarland liegt, waren im aktuellen Monat kreisweit 1423 Personen arbeitslos gemeldet, 110 weniger als im Vormonat und 142 weniger als vor einem Jahr. In der Grundsicherung, die im Zuständigkeitsbereich des Jobcenters im Saarpfalz-Kreis liegt, waren mit 1974 Arbeitslosen acht mehr registriert als im August und 20 mehr als im September des Vorjahres. Dies entspricht einem Rückgang der Arbeitslosigkeit von 9,1 Prozent im Bereich der Arbeitslosenversicherung. Im Bereich der Grundsicherung gab es hingegen einen leichten Anstieg (plus 1,0 Prozent).

In dem Arbeitsmarktbericht wird darauf hingewiesen, dass im September der Bestand an Arbeitslosen in der Grundsicherung („Hartz IV“) im Saarland gegenüber August gestiegen sei, während er üblicherweise zu dieser Jahreszeit sinke. Dies hänge vor allem mit der Einbeziehung von ukrainischen Geflüchteten in die Betreuung durch die Jobcenter zusammen. Seit dem 1. Juni werden aus der Ukraine geflüchtete Menschen nicht mehr nach dem Asylbewerberleistungsgesetz unterstützt, sondern erhalten Grundsicherung. Für die betroffenen Flüchtlinge bedeutet diese Veränderung, dass die Jobcenter nun in aller Regel die erste Anlaufstelle sind, die „Hilfe aus einer Hand“ leisten.

Weniger Stellenangebote im Saarpfalz-Kreis

Die Zahl der gemeldeten Stellenangebote im Saarpfalz-Kreis lag laut der Agentur bei 1880. Der Stellenbestand lag genau zwei Prozent unter dem Vormonats- und 23,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Dass der Stellenbestand gegenüber dem Vormonat zurückgegangen ist, sei im Hinblick auf den sonst üblichen Verlauf ebenfalls eher ungewöhnlich. Üblicherweise waren zwischen den Monaten August und September leichte Zunahmen zu verzeichnen.

Der Stellenzugang hat sich nach Angaben der Arbeitsagentur aktuell stark verringert. Im September wurden 207 Arbeitsplatzangebote neu gemeldet. Das war über die Hälfte weniger als im August und sogar 42,3 Prozent weniger als noch im September des Vorjahres. Die meisten neuen Stellenausschreibungen kamen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, dem freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich und der Zeitarbeit. Ein hoher Bedarf an neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bestand außerdem im Handel, im verarbeitenden Gewerbe, im Bereich Information und Kommunikation, im öffentlichen Dienst, im Baugewerbe und im Bereich Erziehung und Unterricht.

Seit Jahresbeginn haben die Unternehmen im Saarpfalz-Kreis insgesamt 3226 Stellenangebote gemeldet – 9,2 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.