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Arbeitslosenzahl für St. Ingbert und Saarpfalz-Kreis im Juli

Arbeitsmarkt im Saarpfalz-Kreis im Juli 2020 : Wieder mehr Menschen ohne Job

Auch die Zahl der Beschäftigten in Kurzarbeit ist in unserer Region gestiegen.

Im Saarpfalz-Kreis waren im Juli 4636 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 168 mehr als im Juni. Wie aus dem Arbeitsmarktbericht hervorgeht, der am Donnerstag vorgelegt wurde, waren demnach im Vergleich zum Vorjahresmonat kreisweit bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter rund ein Fünftel mehr Arbeitslose registriert. Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Juni um 129 auf 2089 gestiegen. Das waren 476 mehr als vor einem Jahr (plus 29,5 Prozent). Beim Jobcenter im Saarpfalz-Kreis wieder waren im Juli 2547 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 39 mehr als im Juni. Damit lag die Zahl der Bezieher von „Hartz IV“ um 349 über dem Vorjahreswert.

„Der Griff, mit dem Pandemie den Arbeitsmarkt gepackt hält, lässt an Intensität kaum nach. Zwar haben die Zuwachsraten bei den Kurzarbeitsanzeigen deutlich nachgelassen. Im Vorjahresvergleich der Arbeitslosenzahlen und der Kräftenachfrage erkennen wir jedoch, wie schwer die durch die Pandemie hervorgerufenen Einschnitte den Arbeitsmarkt weiter beeinträchtigen“, kommentiert Madeleine Seidel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland, die aktuelle Entwicklung.

Die Kurzarbeit bleibt auch im Saarpfalz-Kreis ein zentrales Thema für den Arbeitsmarkt; Hier haben im Juli weitere 19 Unternehmen für insgesamt 268 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben laut Arbeitsagentur damit insgesamt 1834 Unternehmen Kurzarbeit für 28 553 Personen angezeigt. Die Daten über den Umfang der realisierten Kurzarbeit würden jedoch mit einer Wartezeit veröffentlicht, so die Agentur, „da hiermit eine sichere Statistik auf vollzähliger Basis mit hoher Datenqualität gewährleistet ist“.

Die Zahl der im Saarpfalz-Kreis neu gemeldeten Arbeitsstellen nehme kontinuierlich leicht zu, das Niveau der Vorjahre sei aber noch lange nicht erreicht. Unternehmen in der Region hätten im Juli insgesamt 220 Stellen zur Besetzung gemeldet, sechs mehr als im Juni, jedoch rund ein Drittel weniger als vor einem Jahr. Aktuell stehen kreisweit insgesamt 1086 freie Jobs zur Besetzung zur Verfügung. Der Stellenbestand liegt damit 233 unter dem Vorjahresniveau (minus 17,7 Prozent).