Anna war die geschickteste unter den radelnden "Rennschnecken"

Anna war die geschickteste unter den radelnden "Rennschnecken"

Rohrbach. Am Mittwoch war es spannend auf dem Verkehrsübungsplatz in Rohrbach. 45 Viertklässler aus St. Ingbert und dem Mandelbachtal, so viele wie noch nie, hatten sich für den "Bezirksentscheid Radfahrausbildung" qualifiziert

Rohrbach. Am Mittwoch war es spannend auf dem Verkehrsübungsplatz in Rohrbach. 45 Viertklässler aus St. Ingbert und dem Mandelbachtal, so viele wie noch nie, hatten sich für den "Bezirksentscheid Radfahrausbildung" qualifiziert. Diejenigen, die nun mit Fahrrad, Helm und Warnweste um die Teilnahme am Landesentscheid Ende Juni in Merzig kämpften, hatten sich unter insgesamt 403 Teilnehmern durchgesetzt. Dass sie fahren können, hatten die Grundschüler schon in Theorie und Praxis in ihren jeweiligen Klassenverbänden bewiesen. Nun standen die Klassenbesten, die fehlerfrei durch diese Ausbildung kamen, wieder auf dem Prüfstein, um vielleicht zwei Stunden später das Siegertreppchen zu erklimmen.Mit Argusaugen achteten an einer vorgegebenen Strecke mehrere Polizisten darauf, ob die "Fahrschüler" das in der Ausbildung erworbene Wissen auch umsetzen können. "Wer schlau ist, lässt das Linksabbiegen sein", so Polizeikommissar Rainer Roth, der Leiter der Jugendverkehrsschule. Denn dies schien mit Blickwechsel und Handzeichen eine besondere Herausforderung für die Fahranfänger darzustellen, wie beim zweiten Teil der "Überprüfung", dem freien Fahren zu sehen war.

Gegenverkehr, eine durch eine Baustelle blockierte Fahrbahn, Stopp- und Vorfahrtschilder - es gab so vieles, auf das es zu achten galt. Obwohl Roth seine Kollegen zum "strengen Gucken" verdonnert hatte, schafften 13 Radler das fehlerfreie Fahren. Also wurde es nichts mit der angekündigten Siegerehrung um halb fünf, weil ein Stechen für die Entscheidung sorgte. "Auch wenn es noch ein bisschen dauert, können wir ja nicht meckern, denn das heißt ja, dass ihr alle gut wart", so Roth.

"Hoffentlich schaffen wir das noch vor dem Dunkelwerden", scherzte Dietmar Glandien, Dienststellenleiter der St. Ingberter Inspektion, der zum Daumendrücken gekommen war. Ein Geschicklichkeitsparcours mit eingebautem Slalom zwang so manchen zum kurzen Abstieg. Das war das Aus für neun Schüler.

Anna Stolz gewann den Radfahr-Entscheid, gefolgt von Jan Przyborowski und Mila Kreckmann (v.l.).

Spannend bis zur letzten Minute blieb es durch den Finalkampf der vier Übriggebliebenen, die nun zu "Rennschnecken" mutierten. Sieger wurde nämlich, wer die Geschicklichkeitsstrecke am langsamsten fehlerfrei durchfuhr. Das schaffte Anna Stolz von der Arnold-Rütter-Grundschule Mandelbachtal in 70 Sekunden. Doch Verlierer gab es trotzdem nicht. "Alle, die nicht auf dem Treppchen stehen, sind Vierte geworden", legte Roth fest. con