Andacht beim Matrienrelief am Schafkopf in St. Ingbert

Feuerwehr beendet Arbeiten : Weg zum Marienrelief ist sicherer

Am Sonntag fand am Schafkopf eine Marienfeier statt, vor der viele Besucher den von der Feuerwehr instand gesetzten Weg erstmals erproben konnten.

Das Marienrelief am Schafkopf wurde wahrscheinlich 1953 von Andreas Stief in den anstehenden Sandstein gehauen. Der St. Ingberter löste damit wohl ein Versprechen ein, dass er sich nach überstandener Krankheit selbst gegeben hatte. Im Jahr 2004 nahm sich die Alterswehr der Freiwilligen Feuerwehr St Ingbert des zugewucherten Ortes an und sorgte dafür, dass er vom Gestrüpp freigeschnitten und somit wieder zugänglich wurde. Wer diesen lauschigen Platz im Wald besuchen will, muss trittfest sein, denn die Andachtsstelle mit Sitzgelegenheit ist nur über eine steile Treppe zu erreichen. Der Weg mit Holzstufen bedarf der regelmäßigen Wartung. Aus Altersgründen konnte die Alterswehr das allein nicht mehr leisten, so dass sie bei Löschbezirksführer Wolfram Zintel um Unterstützung nachfragte. Es war für die aktiven Kameraden keine Frage, die Überarbeitung des Steilanstiegs in Angriff zu nehmen.

Noch bevor es soweit war, verstarb Oberbrandmeister Karl-Heinz Deffland, unter dessen Leitung die frühere Restaurierung der Alterswehr erfolgt war. daher wurde die Aktion zunächst vertagt. Doch es war für die Aktiven Ehrensache, diese nachzuholen. „Spontan haben sich viele Kameraden bereit erklärt, diese Sache zu unterstützen“, sagt Wolfram Zintel und erzählt, dass sich bei mehreren Arbeitseinsätzen von Mai bis August jeweils rund 50 Freiwillige gefunden hätten. „Schweißtreibend“ seien die Arbeiten in schwierigem Gelände gewesen. Es galt, Roteichenstücke zurechtzusägen, als Tritthilfen zu verlegen und zu sichern. „Da sind Stufen dabei, die werden schon als halbe Etage gezählt“, sagt er scherzhaft über die ungleichmäßige Tritthöhe der Stufen. Außerdem wurde das Geländer überarbeitet und Sträucher zurückgeschnitten.

Einen Tag bevor am vergangenen Sonntag dort eine Marienandacht stattfand, wurde letzte Hand angelegt. Die Plattform vor dem Relief wurde gesäubert und neue Schilder aufgestellt. Wiesen kleine Schilder mit der Aufschrift „Marienrelief“ zuvor nur den Weg, bieten die neuen Informationen zur Höhe des jeweiligen Standpunkts beziehungsweise darüber, dass der Platz von einem oberen und einem unteren Weg zu erreichen ist und wie viele Stufen es dabei zu überwinden gilt. 128 sind es vom unteren Wanderweg zu der Andachtsstätte, weitere rund 60, will man von dort auf den oberen Verbindungsweg. Die Feuerwehrleute kennen die Zahl ziemlich genau, denn sie haben jedes einzelne Holzstück in der Hand gehabt.

Selbstredend waren die Freiwilligen auch dabei, als rund 90 St. Ingberter zur Marienfeier mit Holger Weberbauer kamen. Für den Gemeindereferenten ist es ein besonderer Ort des Betens und Innehaltens, der bisher für Außenstehende schwer zu finden war. „In wenigen Tagen feiern wir Mariä Himmelfahrt. Die heutige Marienandacht ist als Einstieg auf das Hochfest zu sehen“, sagte er. Er predigte über das Staunen, denn die Taten Jesu würden immer wieder Anlass dazu geben. Die Erlebnisse eines jeden Tages müsse man als Geschenk sehen. Dafür könne man dankbar sein. „Auch dieser Ort lädt zum Staunen ein“, sagte er.

Wolfram Zintel freute sich, dass so viele gekommen waren. Die Aktiven übernehmen das Zepter von der Alterswehr und kümmern sich fortan regelmäßig um die Instandhaltung des Weges.