Ampel für Fachmarkt-Investor steht in Lautzkirchen noch auf Rot

Ampel für Fachmarkt-Investor steht in Lautzkirchen noch auf Rot

Zum wiederholten Male beschäftigte der Bauantrag zur Errichtung eines Fachmarktzentrums in Lautzkirchen den Ortsrat Blieskastel-Mitte. Zum vorlegten Nachtrag des Investors gab es mehrheitlich keine Zustimmung.

Ein Investor aus Mannheim beabsichtigt auf dem Gelände der ehemaligen Schuhfabrik Brand (heutige Fundgrube) ein Fachmarktzentrum zu errichten. "Die untere Bauaufsicht hat im November 2010 den Bau eines Lebensmittel- und Sonderpostendiscounters, eines Textilshops und einer Bäckerei mit Cafe genehmigt, wobei sowohl das negative Einvernehmen der Stadt wie auch des Ortsrates allerdings durch die Bauaufsicht ersetzt wurden", rief Ortsvorsteher Jürgen Trautmann (CDU) in Erinnerung. Nunmehr legte der Investor Änderungen zur Baugenehmigung vor, wonach der Lebensmitteldiscounter mit Backshop größer, der Drogeriemarkt kleiner werden soll. Neu hinzu käme eine Metzgerei. Auch diesmal, so erklärte Hartmut Hollstein vom Stadtamt Umwelt, Planung und Bauen könne das Einverständnis der Stadt Blieskastel nicht hergestellt werden, da das geplante Vorhaben im Bebauungsplan Industriering wegen Überschreitung der zulässigen Größe der Verkaufsfläche dies durch die Verwaltung nicht zulasse.

Engagiert diskutierte das kommunale Gremium das Vorhaben. "In Lautzkirchen sollte ein Geschäft die Grundversorgung sicherstellen, die Bürger würden vom Fachmarktzentrum profitieren", warb Christel Leiner (SPD) um Zustimmung, während Peter Schwartz und Adolf Witti (CDU) einen Abfluss der Kaufkraft bei den bestehenden Geschäften in Blieskastel befürchten, zumal in erreichbarer Nähe, ebenfalls in der Florianstraße, bereits zwei Discounter und vier Backshops vorhanden seien. Bei sieben Ja- und vier Nein-Stimmen folgte der Ortsrat dem Vorschlag der Verwaltung, zu dem Nachtragsantrag des Investors kein Einverständnis herzustellen.

Zuschüsse für Senioren

Zuschüsse aus dem Budget gab es für die Seniorennachmittage in den drei Stadtteilen, organisiert von den Pfarrgemeinden. Alschbach erhält 200 Euro, St. Sebastian Blieskastel und St. Mauritius Lautzkirchen jeweils 275 Euro und 200 Euro gehen an die protestantische Kirchengemeinde, für die eine von Christel Leiner beantragte Erhöhung um 75 Euro mehrheitlich abgelehnt wurde. Der Rat folgte dem Vorschlag von Jutta Schmitt-Lang (CDU), nach Feststellung der aktuellen Teilnehmerzahlen im kommenden Jahr eine Überprüfung der Zuschüsse vorzunehmen.

Mehr von Saarbrücker Zeitung