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Am Glashütter Weiher konnten tausende Kröten sicher wandern

Am Glashütter Weiher konnten tausende Kröten sicher wandern

Rohrbach. Der Naturschutzbund (Nabu) St. Ingbert wertet eine Aktion zur Rettung wandernder Amphibien am Glashütter Weiher als Erfolg. Der Einsatz der Nabu-Mitglieder habe fast 2500 Kröten, Frösche und Molche vor dem drohenden Verkehrstod gerettet. Helge Heyd, der Vorsitzende des Nabu St

Rohrbach. Der Naturschutzbund (Nabu) St. Ingbert wertet eine Aktion zur Rettung wandernder Amphibien am Glashütter Weiher als Erfolg. Der Einsatz der Nabu-Mitglieder habe fast 2500 Kröten, Frösche und Molche vor dem drohenden Verkehrstod gerettet. Helge Heyd, der Vorsitzende des Nabu St. Ingbert, hatte im Frühjahr 2008 auf der Straße zum Glashütter Weiher einige hundert Erdkröten gefunden, die bei ihrer Wanderung aus den Wäldern zum Ablaichen an das nahe Gewässer überfahren worden waren. Um zu verhindern, dass sich in diesem Jahr eine solche Tiertragödie wiederholt, hatte die Stadt St. Ingbert auf der Länge des Glashütter Weihers zur Waldseite hin einen Amphibienschutzzaun errichtet, der verhinderte, dass wandernde Amphibien auf die Fahrbahn gelangen konnten. Die aus dem Wald kommenden Frösche, Kröten und Molche wurden entlang des Zaunes zu Eimern geleitet, die in regelmäßigen Abständen in den Boden eingegraben waren.Eine vielfältige FaunaMitglieder des Nabu St. Ingbert haben diese Eimer seit Anfang März täglich morgens und abends kontrolliert und die darin befindlichen Kröten, Frösche und Molche sicher über die Straße gebracht. Aufgrund der lang anhaltenden kalten Witterung setzte die Amphibienwanderung in diesem Jahr sehr spät ein. Als die Temperaturen in den Abendstunden jedoch nicht unter acht Grad sanken, begann die Wanderung der Kröten mit Vehemenz. An einzelnen Abenden wurden über 500 wandernde Tiere aufgesammelt. Insgesamt wurden 2371 Erdkröten, 43 Fadenmolche, drei Grasfrösche, zwei Bergmolche und ein Teichmolch gezählt. Die hohe Zahl der in Rohrbach wandernden Amphibien hat im Übrigen auch den Nabu selbst überrascht. Sie zeige jedoch, welch große Bedeutung der Glashütter Weiher für die heimische Amphibien-Fauna habe. Die Aktion soll im kommenden Jahr wiederholt werden. red