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Am Fastnachtssonntag geht der närrische Umzug durch von St. Ingbert

Närrische Freiluft-Sause in St. Ingbert mit Tausenden von Zuschauern : Veranstalter rechnen mit 25 000 Besuchern

Am 23. Februar soll der traditionelle „Faasenachtsumzug“ wieder lautstark durch die Innenstadt von St. Ingbert ziehen.

Bunt soll er werden. Laut soll er werden. Und fröhlich bis ausgelassen sowieso: der St. Ingberter Gaudiwurm. Er findet statt am Fastnachtssonntag, 23. Februar. Im Gespräch mit Julia Haberer-Settele, Geschäftsstellenleiterin der Stadtmarketing gGmbH, deren Mitarbeiterin Petra Scholl sowie Wolfgang Blatt vom Orga-Team erfährt man mehr zu dem Großereignis, das wieder Tausende von Menschen mitverfolgen werden. Bislang 50 Gruppen haben sich zum Umzug angemeldet, weitere Interessenten können das auch weiterhin tun, und zwar noch bis 7. Februar. Die Teilnehmer kommen aus St. Ingbert, Mandelbachtal, Kirkel, Spiesen-Elversberg, Neuweiler. Und dann sind da noch die Nodepirade mit ihrer herrlich schrillen Guggemusik. Die Sulzbacher Blechbläser sind bei jedem ihrer Auftritte ein Gute-Laune-Garant allererster Güte.

Beginn der Veranstaltung ist um 14 Uhr in der Kaiserstraße in Höhe des Innovationsparks. Der Tross der Fastnachter schlängelt sich dann durch die Fußgängerzone bis an Wendlings Eck. Von dort aus erfolgt die Auflösung des Zuges in Richtung Saarbrücker- und Schlachthofstraße.

Auch in diesem Jahr werden wieder der originellste Wagen sowie die tollste Fußgruppe von einer unabhängigen Jury prämiert. Bei gutem Wetter rechnen die Veranstalter mit bis zu 25 000 Besucherinnen und Besuchern in der Innenstadt. An der Umzugsstrecke sorgen im Übrigen drei DJs für Unterhaltung. Und nach der Freiluft-Sause, die gegen 16 Uhr endet, geht es bestimmt in den Kneipen närrisch weiter.

Gemeinsam mit Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rotem Kreuz sowie der Ortspolizeibehörde im Rathaus und anderen städtischen Abteilungen haben die Umzugsmacher ein Konzept erarbeitet, das die Sicherheit der Akteure und Zuschauer gewährleisten soll. Um ein „unkontrolliertes Einfahren in den Zug zu verhindern“, wie es laut Stadtmarketing von Amts wegen heißt – man umschifft hier den Begriff „Amokfahrt“ – werden an den Einfahrtsstraßen große Lastwagen oder Müllautos postiert. Das erspart die grauen Betonpoller.

Gewaltige Prunkwagen, wie sie in den 70er und 80er Jahren das Bild bestimmten, sind heute nicht mehr so das Thema, sagt Fastnachter Wolfgang Blatt. Indes sei man in St. Ingbert stolz auf die „tollen, originellen Fußgruppen: Das ist das Salz in der Suppe des Fastnachtsumzugs“. Die Akteure würden sich in jedem Jahr größte Mühe mit Kostümierung und Auftritt geben.

Seit 1973 gibt es den neueren St. Ingberter Gaudiwurm. Anfang des vergangenen Jahrhunderts gingen aber auch schon mal bunte Umzüge durch die Straßen der Stadt. Das wäre doch vielleicht mal einen tieferen Blick in die Archive wert. Viele Fastnachter hier vor Ort werden sich bestimmt auch noch an zwei Jahre ohne närrisches Freiluft-Vergnügen erinnern. Denn einmal war da der Golfkrieg, ein andermal ein heftiger Sturm, der nicht zu ignorieren war. Und was ist mit dem sogenannten Wurfmaterial? „Das wird immer leichter“, sagen Julia Haberer-Settele und Petra Scholl. Bonbons und Lutscher lassen die Leute auf der Straße liegen, nicht jedoch Abertausende von Popcorn- und Gummibären-Beutelchen. Im Übrigen werde von Jahr zu Jahr der süße Segen teurer, der aufs närrische Volk hernieder prasselt.

Was wiederum das Plakat zum St. Ingberter Event angeht, so hat sich Stadtmarketing etwas Neues einfallen lassen. Da gibt es jetzt eine ansprechende Gestaltung in Richtung Retro, sowohl was die Farben anbelangt als auch die figürliche Darstellung. Wobei man auf einen St. Ingberter zurückgegriffen hat: den Grafikdesigner und Werbefotografen André Köhl.

Wolfgang Blatt vom Orga-Team sowie Petra Scholl und Julia Haberer-Settele vom Stadtmarketing (rechts) präsentieren das Plakat für den diesjährigen Fastnachtsumzug. Foto: Tom Peterson

Weitere Infos und Anmeldung zum Umzug beim Stadtmarketing St. Ingbert per Telefon (06894) 13-761 oder 13-762; E-Mail: stadtmarketing@st.ingbert.de. Anmeldeformulare gibt es zum Herunterladen auf der Facebook-Seite von Stadtmarketing und auf der Internetseite der Stadt St. Ingbert.