Alt-Ortsvorsteher Bodo Schiehl attackiert Stadtverwaltung scharf

Alt-Ortsvorsteher Bodo Schiehl attackiert Stadtverwaltung scharf

Hält die Stadt St. Ingbert die Obere Kaiserstraße sauber oder nicht? Während die Verwaltung sagt, sie komme ihren Pflichten nach, bezeichnete Alt-Ortsvorsteher Bodo Schiehl dies als Märchen und sprach von Vermüllung.

Auf Antrag der CDU-Fraktion hat sich der Rohrbacher Ortsrat Rohrbach in seiner letzten Sitzung des Jahres mit der Reinigung der Oberen Kaiserstraße beschäftigt. Aus Anliegerkreisen sei der CDU zugetragen worden, dass die Kehrmaschine wegen parkender Autos dort nicht ihren Dienst verrichten kann, hieß es. Das streitet die Stadtverwaltung in ihrer Stellungnahme zum Thema auch gar nicht ab. Aus dem Rathaus heißt es allerdings, dass in diesen Fällen Fußtrupps die Straßenreinigung übernehmen würden und dass aufgrund der Verkehrssicherungspflicht der Stadt St. Ingbert immer gekehrt werden würde.

Rohrbachs früherer Ortsvorsteher Bodo Schiehl, der in der Straße wohnt und der Sitzung vor allem wegen dieses Punktes beiwohnte, erinnerte die städtische Stellungnahme an eine "Märchenstunde". Vor seinem Haus sehe es aus wie in einem "Schweinestall", weil die Blumenkübel zugemüllt seien. "Früher", sagte Schiehl, sei in der Tat per Hand gereinigt worden. Er habe aber lange keinen Fußtrupp mehr gesehen. Trotzdem müssten Reinigungsgebühren gezahlt werden - ein Zustand, den Schiehl in dieser Form nicht mehr akzeptieren möchte - und der Ortsrat auch nicht. Der Beschluss fordert die Stadt auf, die Obere Kaiserstraße entweder aus der städtischen Straßenreinigung herausnehmen oder aber auf die Straßenreinigungsgebühren in diesem Bereich zu verzichten.