"Alexandra" ist die tollste Knolle

Gersheim. Die Kartoffelsorte "Alexandra" gewann beim Kartoffel-Testessen des Kreisverbandes der Obst- und Gartenbauvereine im Saarpfalz-Kreis, sie erhielt 1857 Punkte. 49 Personen kosteten im Kulturhaus sieben Sorten, bewerteten nach Knollenform, Augentiefe, Schale, Fleischfarbe und Geschmack und vergaben ihre Punkte

Gersheim. Die Kartoffelsorte "Alexandra" gewann beim Kartoffel-Testessen des Kreisverbandes der Obst- und Gartenbauvereine im Saarpfalz-Kreis, sie erhielt 1857 Punkte. 49 Personen kosteten im Kulturhaus sieben Sorten, bewerteten nach Knollenform, Augentiefe, Schale, Fleischfarbe und Geschmack und vergaben ihre Punkte. Wie im Vorjahr kam die Sorte "Allians" auf den zweiten Platz (1767 Punkte) vor der "Leyla" mit 1691.Kreisvorsitzender Siegfried Schmidt informierte darüber, dass im Saarland der ökologische Anbau immer größere Bedeutung bekomme. So sei auch ein "Plan zur Entwicklung des ländlichen Raumes" geschaffen worden, um unter anderem auch den Landwirten die Umstellung auf Ökoanbau zu erleichtern. Knapp 20 Betriebe bauten auf 25 Hektar "ökologisch bewirtschaftete" Kartoffeln an. Innerhalb Deutschlands würden immerhin 210 Kartoffelsorten, darunter 150 Speisekartoffeln, weltweit sogar 5000 geerntet.

Horst Düppenbecker brachte die dampfenden Erdäpfel an den Tisch, Helfer wirkten im Hintergrund, bereiteten die Speisen in der Küche vor. Schmidt dankte den Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins Gersheim mit Norbert Bruckart an der Spitze. Sie hatten den "Grumbeerwettbewerb" wieder trefflich ausgerichtet. Schon mehrmals waren nach der ersten Ausrichtung 2005 Gertrud Didion und Herbert Schwarz, beide vom Obst- und Gartenbauverein Kirrberg, dabei. Sie kommen immer wieder gern nach Gersheim.

Nachdem sie früher in Saarbrücken Kartoffeln getestet hatte, war die Webenheimerin Estrid Nicolaus erstmals im Bliesgau dabei. Das besondere Interesse an der Knollenfrucht - aber auch das Interesse an neuen Sorten - sei Motivation gewesen, zu kommen. "Man merkt den Unterschied, es kann eine sehr große Geschmackspalette festgestellt werden", meinte Ursula Brocker (Webenheim), nachdem einige Durchgänge vorbei waren. Dem gegenüber meinte der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Reinheim, Paul-Georg Braun, dass die Unterschiede bei den verschiedenen Sorten nicht so groß seien und das Bewerten schwierig werde. Um Unterschiede zu finden, kam die Breitfurterin Elisabeth Sandmeier zur Veranstaltung. Auch Friederike Haas (Breitfurt) hatte die selben Beweggründe, war von den unterschiedlichen Geschmacksformen überrascht. Die Gersheimer Landfrauenchefin Margot Schneider-Fontana, seit Jahren ständiger Gast beim Kartoffelkosten, stellte fest, dass ihr Geschmack meistens zu den späteren Siegerinnen tendiert hatte. Ausgewertet wurden die Bewertungsbögen vom stellvertretenden Kreisvorsitzenden Bernhard Rath.

Er ist Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Frankenholz und weist darauf hin, dass am Mittwoch, 14. November, 19 Uhr, in der Unterkirche von Höchen ein weiteres Kartoffeltestessen stattfindet. Novum sei, dass dabei die Obst- und Gartenbauvereine Bexbach, Frankenholz und Höchen kooperierten.

Interessenten, die kommen wollen, können sich unter Tel. (0 68 26) 55 62 anmelden.