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Albertus-Magnus-Gymnasium St. Ingbert verabschiedete 67 Abiturienten

Albertus-Magnus-Gymnasium St. Ingbert : Ein ungewöhnlich stimmungsvoller Abschied

Das Albertus-Magnus-Gymnasium feierte am Freitagabend seine 67 Abiturientinnen und Abiturienten mit einem Gottesdienst in der St. Ingberter Josefskirche.

Abi-Feierlichkeiten in Corona-Zeiten erfordern von allen Beteiligten Kreativität, guten Willen und viel Engagement. All dies hatten die Abiturientinnen und Abiturienten sowie die Verantwortlichen des St. Ingberter Albertus-Magnus-Gymnasiums. Erst am 3. Juni – also mitten im schriftlichen Abiturverfahren - kam die frohe Botschaft von Seiten der Schulleitung, dass ein Abitur-Gottesdienst möglich sein werde. Am vergangenen Freitagabend war es nun soweit. Bei einem feierlichen Gottesdienst in der Josefskirche erhielten 67 junge Frauen und Männer ihre Abiturzeugnisse. Es war eine ungewöhnliche, aber sehr interessante Feier. Auch sehr emotional, trotz Distanz. Per Live-Stream konnten die Eltern den Abi-Gottesdienst miterleben. Möglich machten dies drei Auszubildende des Saarländischen Rundfunks, darunter mit Carl Recktenwald ein ehemaliger AMG-Schüler, mit Unterstützung der Technik-AG der Schule. Bei allen Beteiligten wird die Feier wohl als unvergessliches Ereignis in Erinnerung bleiben. „Sicherlich haben wir uns unsere Abiturfeierlichkeiten - das letzte Beisammensein - etwas anders vorgestellt. Umso stolzer können wir jedoch sein, in diesen umständlichen Zeiten an einem solch schönen, gemeinsamen Gottesdienst teilzuhaben“, hieß es in der von der Abiturientin Paula Kaufmann gestalteten Einladung. Mit einer Choreographie der Abiturienten zum Titel „Don‘t stop me now“ von Queen begann die ungewöhnliche Feier. Dieses Motto griff auch Sophie Reiß in ihrer Rede auf. „Wir haben uns in der Corona-Krise dieses Motto zu Eigen gemacht, haben uns nicht aufhalten lassen, nicht aufgegeben und uns trotz aller Hindernisse bestmöglich auf die Prüfungen vorbereitet“, betonte die Abiturientin und dankte im Namen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler der Schulleitung, dem Lehrerkollegium und den Eltern für die Unterstützung. Zum Schluss ihre Rede erklärte Sophie Reiß: „Für die Zukunft wünsche ich uns allen, dass wir uns nicht aufhalten lassen, um unsere Ziele zu verwirklichen.“

In seiner Tutorenrede gab Torben Burkart den Abiturienten mit auf Weg, sie mögen sich immer ihre Neugier behalten, ihr Licht leuchten lassen und es nicht unter den Scheffel stellen. Monika Bücheler, die stellvertretende Schulelternsprecherin, dankte den Absolventinnen und Absolventen für viele schöne Jahre und stellte fest: „Ihr musstet in den vergangenen Wochen schnell erwachsen werden.“ Helmut Kraus, der 2. Vorsitzende des Förderkreises der Albertus-Magnus-Schulen, wünschte allen Abiturienten alles Gute für die Zukunft und betonte: „Ihr habt das Beste unter den nicht einfachen Umständen gemacht“. Dann überreichte Schulleiterin Heike Scholz die Abiturzeugnisse. „Ich bin stolz auf Euch und Ihr könnt stolz auf Eure Leistungen sein“, betonte Scholz und stellte erfreut fest: „Alle 67 Prüflinge haben bestanden.“ Und die Durchschnittsnote sei mit 2,2 sogar etwas besser als im vergangenen Jahr. Den Eltern rief sie zu: „Sie haben fantastische Söhne und Töchter.“

Eine eigens für den Abschluss-Gottesdienst ins Leben gerufene Combo unter der Leitung von Musiklehrer Frank Hahnhaußen gestaltete die Feier musikalisch. Für die 67 jungen Menschen beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Wie hieß es doch in der Einladung: „Wenn wir Abiturienten diese Kirche verlassen, wird für uns ein völlig neuer Lebensabschnitt beginnen. Manch einen wird das zunächst vielleicht etwas verunsichern. Aber wir müssen einfach darauf vertrauen, dass es immer Wege gibt, das Beste aus etwas zu machen – genau wie heute!“