1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. St. Ingbert

Albert-Weisgerber-Stiftung plant einen neuen Kalender für St. Ingbert

Kunstkalender für St. Ingbert : Abstimmen für den Weisgerber-Kalender

Die Stiftung lädt zur Auswahl des Januar-Motives ein. Drei Bilder des Künstlers sind dazu vorgeschlagen.

Die Albert-Weisgerber-Stiftung plant die Herausgabe eines hochwertigen neuen Kunstkalenders für das Jahr 2021. Den Anstoß zu der Idee gab die Neuerwerbung von mehreren Albert Weisgerber Gemälden aus Münchner Privatbesitz durch die St. Ingberter Stiftung (wir berichteten). Zusammen mit weiteren Bildmotiven sollen diese nun in dem Kalender in einer Auswahl der Öffentlichkeit erstmals als Kunstdrucke zugänglich gemacht werden. Dazu zählt auch das bedeutende Selbstbildnis als Unteroffizier, das Weisgerber in prächtiger Uniform zeigt. Als stattliches Titelbild wird es nun den DIN-A2 großen Kalender schmücken. Die Stiftung lädt die Bevölkerung ein, bei der Motivwahl für den Monat Januar 2021 durch ihr Votum bei der Gestaltung mitzuwirken. Unter drei Weisgerber-Motiven können Bürgerinnen und Bürger bis zum 23. August per E-Mail unter motivauswahl@st-ingbert.de oder per Post an die Albert-Weisgerber-Stiftung, Am Markt 12, 66386 St. Ingbert für ihren Favoriten stimmen.

Zur Auswahl stehen die Gemälde „Jahrmarkt in Kufstein“, „Dame mit Windhund“ und „Atelierszene“. Das Weisgerber Gemälde „Jahrmarkt in Kufstein“ zeigt das bunte Treiben eines Jahrmarktes in dem Tiroler Städtchen Kuftstein am Inn. Weisgerber malte das Bild im Jahr 1907 auf seiner Hochzeitsreise, die ihn auch nach Österreich führte. Die mit Schnee bedeckten Dächer der Verkaufsbuden und historischen Häuser präsentieren sich in einem winterlichen Kleid. Das Gemälde „Dame mit Windhund“ entstand wie Weisgerbers Selbstbildnis als Unteroffizier im Jahr 1905. Es zeigt seine künftige Braut, Margarete Pohl, im Stil der gepflegten Salonmalerei als elegante Erscheinung in einer feinabgestuften Valeurmalerei. Weisgerbers Verehrung für die aus Prag stammende Malerin aus großbürgerlichem Hause wird in dem opulenten Bild sichtlich spürbar.

Das Gemälde „Atelierszene“ aus dem 1908 gewährt vermutlich Einblick in das Interieur von Weisgerbers Atelier. Im Vordergrund auf einer Liege ruht eine Frau in weißem Kleid. Im Hintergrund sitzen und stehen Männer und Frauen inmitten von zahlreichen Gemälden. Die Szene, für die Weisgerber die expressive Bildform wählt, ruft in der rätselhaften Abgewandheit der Figuren und Liegenden im Vordergrund die Kunst Edward Munchs ins Gedächtnis. Bei der Liegenden handelt es sich erneut um Margarete Weisgeber. Auch ist in einer der Figuren der Maler selbst zu erkennen.

Motiv2: Dame mit Windhund. Foto: Albert-Weisgerber-Stiftung
Motiv 3: Atelierszene. Foto: Albert-Weisgerber-Stiftung

Weitere Infos: Albert-Weisgerber-Stiftung, Am Mark 12, 66386 St. Ingbert, Tel. (06894) 13 352, Mail: museum@st-ingbert.de