Abschluss dank gutem Trainerteam

Am Berufsbildungszentrum St. Ingbert machten jetzt 158 Fachoberschüler der Bereiche Technik, Wirtschaft und Sozialwesen ihren Abschluss. Während einer Feierstunde am Mittwoch in der Wallerfeldhalle erhielten sie von ihren Lehrern die Zeugnisse.

. Am vergangenen Mittwoch wurden insgesamt 158 Fachoberschüler des Berufsbildungszentrums St. Ingbert in der Wallerfeldhalle verabschiedet, von denen 26 eine Eins vor dem Komma ihres Notendurchschnitts hatten. Lars Murach schloss gar mit 1,0 ab. Von den Absolventen erhielten 39 im Bereich Technik, 84 in der Wirtschaft und 35 aus dem Sozialwesen die Abschlüsse, die sie zum Studium oder einer Ausbildung berechtigen. 217 Schüler waren zur Erlangung der Fachhochschulreife angetreten, knapp 73 Prozent machten jetzt den Abschluss. "Daran sehen Sie, dass ihr Erfolg keine Selbstverständlichkeit ist", so Mechthild Falk, die Schulleiterin der Willi-Graf-Schulen.

Das lange Schuljahr brachte es mit sich, dass von der Tradition der gemeinsamen Feier mit den anderen Absolventen dieser Schule in der Stadthalle abgewichen wurde, denn die Bewerbungsfrist für die Fachoberschüler endet am 15. Juli. Doch auf eine Feier dem würdigen Anlass entsprechend wollte man nicht verzichten, denn "so wie ein Bildungsgang angefangen wird, sollte er auch abgeschlossen werden", so Falk. Immer wieder wurden sprachliche "Bilder" aus der Fußball-WM entlehnt. "Sie haben im Gegensatz zu unserer Nationalmannschaft den Sieg schon in der Tasche", so Lehrer Alexander Gress, der aber ohne die Unterstützung des "Trainerteams" aus Lehrern und Eltern nicht möglich gewesen wäre, wie die Schulleiterin später ergänzte. Das Zeugnis sei ein hervorragender Grundstein für die Zukunft der Schüler und die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt seien, je nach Fachrichtung, so gut wie lange nicht mehr. Das bestätigte auch Wolfgang Herges, der nicht nur Schüler am BBZ war, sondern auch als Mitglied des Schulvereins und als Unternehmer sprach: "Die Ausbildung ist in der heutigen Zeit ein brennendes Thema. Es gibt mehr neue Ruheständler als junge Berufsanfänger. Sie werden also auf dem Arbeitsmarkt dringend gebraucht." Auch zur Sicherung des Industriestandortes Saarland brauche man jeden der 158 Schulabgänger dieses Tages. Er machte den jungen Leuten Mut, flexibel und offen für Neues zu sein, auch wenn sich am Anfang der Ausbildung oder des Berufslebens noch nicht alle Wünsche erfüllen. Theophil Gallo als künftiger Landrat hielt eine flammende Rede für den Saarpfalz-Kreis, denn er wünsche sich, dass viele der Absolventen nicht nur an der hohen Lebensqualität in der Region teilhaben, sondern sie auch aktiv mitgestalten: "Sie haben den Schlüssel für Ihren weiteren Lebensweg in der Hand. Machen Sie was draus." In der Schülerrede hieß es, dass den meisten "die 720 Tage Unterricht länger vorkamen als sie eigentlich waren". Nun liegen einige Jahrzehnte berufliche Zukunft vor ihnen.