771 Flüchtlinge leben in St. Ingbert

771 Flüchtlinge leben in St. Ingbert

Nicht nur in Homburg sind die Flüchtlingszahlen ein Thema, auch in St. Ingbert. Der saarpfälzischen Nachbarstadt wurden in diesem Jahr 137 Flüchtlinge zugewiesen. Zählt man das Jahr 2015 dazu, sind es 771 Flüchtlinge, die in St. Ingbert leben. Überwiegend Syrer sind dabei. Die meisten Flüchtlinge sind zwischen 18 und 30 Jahre alt.

Über eine sehr positive Akzeptanz und ein gutes Stimmungsbild in St. Ingbert freut sich Mike White, der Leiter der Stabsstelle Integration der Stadt St. Ingbert , als er in der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Bildung und Soziales des Stadtrates St. Ingbert über die aktuelle Flüchtlingssituation in der Mittelstadt spricht. "Derzeit sind 180 Ehrenamtler für die Flüchtlinge im Einsatz. Wir schätzen sogar, dass es 250 Helfer sind", so White.

Auch auf der Suche nach privatem Wohnraum für die Zuwanderer renne man offene Türen bei den St. Ingberter Bürgern ein.

White: "506 Personen sind derzeit in Wohnungen und 271 Personen in Ersteinrichtungen untergebracht. Die 506 Personen sind auf 113 Adressen aufgeteilt."

Katasteramt ab Mitte Juni

Und was die Unterbringung angeht, so weist White auch darauf hin, dass das Katasteramt voraussichtlich ab Juni für die Flüchtlinge bezugsfertig sein werde. Auch informiert er, dass derzeit 771 Flüchtlinge in der Mittelstadt leben. Weggezogen seien insgesamt 99 Zuwanderer. In diesem Jahr seien bisher 137 Zuwanderer zugewiesen worden. Im Januar seien es 65 gewesen, im Februar 34, im März 18 und im April 13. Dazu kommen die, die nachgezogen sind, außerdem seien auch in diesem Jahr einige wieder weggezogen, so dass man auf die Zahl 137 kommen würde. Überwiegend seien Syrer hier. Aber auch Menschen aus Eritrea, Afghanistan, aus dem Irak und dem Iran sowie Spätaussiedler aus Osteuropa seien gekommen. Die meisten Flüchtlinge seien zwischen 18 und 30 Jahre alt. Die kleinste Gruppe sei die der über 65-Jährigen.

Für die kommenden Wochen seien lediglich Zuweisungen im einstelligen Bereich angekündigt. "Das kann sich aber täglich ändern", so White weiter. Für Mai kündigt der Leiter der Stabsstelle Integration eine Infoveranstaltung in der St. Ingberter Stadthalle an. Diese richtet sich an Ehrenamtler, Flüchtlinge und alle Interessierten.

Auch berichtet White, dass der Austausch untereinander wichtig sei, also sich mit Kollegen zu vernetzen, die im Bereich Migration tätig seien.

Integration der Flüchtlinge

Ebenso zeigte White an einem Beispiel auf, wie wichtig vor allem die Integration der Flüchtlinge in den Alltag der St. Ingberter Bürger und deren Aktivitäten sei. So nehmen die Zuwanderer am 18. Juni am Tag des Liedes in der St. Ingberter Fußgängerzone teil.

Auch habe man Anfragen von Schulen für Projektwochen. "Sie sehen, es wird nicht weniger Arbeit, nur weil derzeit weniger Flüchtlinge zugeteilt werden", so White schmunzelnd. Es könne auch schon mal sein, dass die Stabsstelle Integration eingebunden sei, wenn es darum gehe, einen Streit unter Flüchtlingen, auch innerhalb der Familie, zu schlichten.

Das Katasteramt in St. Ingbert ist für Flüchtlinge in den nächsten Monaten bezugsfertig. Foto: SZ. Foto: SZ

Oberbürgermeister Hans Wagner bedankt sich bei White und seinem Team dafür, dass das alles "so gut läuft." Er sagt: "Es ist toll, dass Ihr Euch nicht nur darum kümmert, Wohnraum zu vermitteln."