2015 dreht sich vieles um Weisgerber

Erstmals hat die Stadt eine lange Liste von Veranstaltungen vorgelegt, die 2015 zum Albert-Weisgerber-Jahr geplant sind. Zentrum der Angebote wird das ehemalige Sinn-Gebäude sein, das in wenigen Wochen zum „Weisgerber-Haus“ wird.

Mit vielfältigen Veranstaltungen wird in St. Ingbert in diesem Jahr an das Schaffen von Albert Weisgerber erinnert, da sich der Todestag des bekanntesten Künstlersohns der Stadt 2015 zum 100. Male jährt. Was im Weisgerber-Jahr bereits alles geplant ist, hat die Stadtverwaltung am Donnerstagabend dem Kultur- und Sozialausschuss des Stadtrates vorgestellt.

Allem voran präsentiert aber das Saarlandmuseum in Saarbrücken zum Todestag des berühmten Malers in Kooperation mit der Albert-Weisgerber-Stiftung vom 20. März bis 5. Juli eine umfassende Retrospektive des Künstlers. Zur Ausstellung werden die Weisgerber-Stiftung und das Saarlandmuseum einen umfassenden Katalog herausgegeben.

Parallel dazu wird es übers ganze Jahr in St. Ingbert etliche kunstsinnige Angebote geben, die das Gedenken an den großen Maler lebendig halten sollen. Viele dieser Veranstaltungen gehen dabei auf ein Ideenforum zurück, das die Stadt Ende vergangenen Jahres unter den Bürgern initiiert hatte. An einem runden Tisch zum Weisgerber-Jahr haben im November nach Angaben des Rathauses 13 St. Ingberter teilgenommen. Zahlreiche der Ideen seien in die Gestaltung des Gedenkjahres eingeflossen.

Zentrum der Veranstaltungen wird dabei das ehemalige Sinn-Gebäude in der Kaiserstraße sein, das vorübergehend zum "Weisgerber-Haus" wird. Laut Stadt wird das Weisgerber-Haus ab dem 23. März mit einer Ausstellung von Schülerarbeiten unter dem Motto "Albert Weisgerber als Anreger" für das Publikum öffnen. Das Sinn-Gebäude soll auch Anlaufstelle für die Schulklassen sein. Neben einem Mal-Wettbewerb hat die Stiftung für diese neue Kreativangebote zum Werk Weisgerbers konzipiert, die ganzjährig angeboten werden - unter anderem in einem eigenen Veranstaltungsraum im Weisgerber-Haus.

Zum 100. Todestag richtet die Albert-Weisgerber-Stiftung am Sonntag 10. Mai, zudem eine feierliche Gedenk-Matinee aus. Zeitgleich wird eine Fotoausstellung zum Thema "Albert Weisgerber und seine Heimatstadt St. Ingbert" eröffnet, die Aufnahmen aus den Beständen des Stadtarchivs und der Albert-Weisgerber-Stiftung zeigt. Diese Ausstellung ist auch Auftakt für eine wöchentliche Vortragsreihe der Stiftung, die in sieben öffentlichen Fachvorträgen zentrale Aspekte der Kunst von Albert Weisgerber aufbereiten wird.

Die im Weisgerber-Jahr geplanten Veranstaltungen, zu denen unter anderem auch die VHS sowie der Heimat- und Verkehrsverein betragen werden, kosten die Stadt anteilig 4670 Euro. Dieses Geld wird zusätzlich im Haushalt bereitgestellt; das hat der Kultur- und Sozialausschuss des Stadtrates einstimmig beschlossen.