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20 neue Feuerwehr-Sprechfunker nach einwöchigem Lehrgang in St. Ingbert

Feuerwehr St. Ingbert und Blieskastel : 20 Feuerwehrleute sind fit als Sprechfunker

Lehrgang für St. Ingert und Blieskastel zum Umgang mit dem Funknetz der Behörden und Organisationen.

(red) Eine Woche lang stand die Feuerwehr für eine Frau und 19 junge Männer im Mittelpunkt: Während eines Sprechfunker-Lehrgangs erwarben sie die Zugangsberechtigung zur Teilnahme am Funknetz der BOS. Feuerwehrleute opfern einen Großteil ihrer Freizeit zum Wohle der Bevölkerung. Neben den planmäßigen Übungen und den Einsätzen bewiesen jetzt 20 Wehrangehörige ein überaus großes Engagement, als sie an einem gemeinsamen Sprechfunker-Lehrgang der Feuerwehren der Mittelstadt St. Ingbert und der Stadt Blieskastel teilnahmen.

An vier Abenden während der Woche und an einem Samstag drückten die 19 Männer und eine Frau die „Schulbank“, um die Berechtigung zur Teilnahme am Funknetz der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) zu absolvieren. „Mit Bestehen des Sprechfunk-Lehrgangs erlernen die Feuerwehrleute ein wichtiges Kommunikationsmittel an der Einsatzstelle. Ohne Sprechfunkgeräte wäre eine moderne Einsatzstelle nicht zu führen“, so der Wehrführer der Feuerwehr St. Ingbert, Jochen Schneider, über den Stellenwert des Lehrgangs. Insbesondere das ehrenamtliche Engagement der Wehrleute sei nicht zu unterschätzen, da alle Teilnehmer sich nach der Arbeit noch in den Unterricht setzten. Dabei stand neben den praktischen Einheiten jede Menge Theorie auf dem Lehrplan. So wurden die 20 Feuerwehrangehörigen von den Ausbildern in den unterschiedlichsten Bereichen unterrichtet. „Rechtsgrundlagen, Kartenkunde, physikalisch-technische Grundlagen, analoger Einsatzstellenfunk sowie viele praktische Funkübungen“, berichten die beiden Feuerwehr-Ausbildungsbeauftragten der Stadt Blieskastel, Marco Nehlig und Christian Stein. Für die Durchführung des Lehrgangs verantwortlich war der St. Ingberter Ausbildungsbeauftragte Joshua Michaeli. Das Küchenteam, die Lehrgangsorganisation und die Einteilung der Ausbilder stellte Michaeli zusammen.

Da der Lehrgang von Teilnehmern der beiden Städte St. Ingbert und Blieskastel besucht wurde, halfen auch Ausbilder aus Blieskastel aus. „Durch die kreisweit einheitlichen Vorträge und verwendeten Lehrvorlagen hat die Ausbildung überall ein sehr hohes Niveau“, so der Kreisbrandinspekteur des Saarpfalz-Kreises, Uwe Wagner. Hierdurch werden in den nächsten Jahren die Ausbildungsinhalte im Saarpfalz-Kreis wesentlich verbessert, was zu einer Qualitätssteigerung der Feuerwehrarbeit in zukünftigen Einsätzen führt, so der oberste Chef der Feuerwehr. Die Zusammenarbeit der 20 Teilnehmer hat bestens funktioniert: „Der Lehrgangsverlauf war überaus zufriedenstellend. Hervorzuheben ist dabei die gute Disziplin aller Teilnehmer“, so die Ausbildungsbeauftragten aus Blieskastel und St. Ingbert. Dass die Kameradschaft in der Feuerwehr auch über die Stadtgrenzen hinaus etwas gilt, bewies die Tatsache, dass neben den Feuerwehrleuten aus St. Ingbert und Blieskastel auch zwei Mitarbeiter der Ortspolizeibehörde aus St. Ingbert am Lehrgang teilnahmen.

Wie ihre Kollegen aus den Löschbezirken der Feuerwehr bestanden auch die beiden Gäste die schriftliche Prüfung ohne Probleme. Indiz sowohl für das Engagement der Teilnehmer als auch für den Einsatz der ehrenamtlichen Ausbilder, die – ebenfalls in ihrer Freizeit – mithalfen, der Feuerwehr qualifizierten Nachwuchs zu sichern.