180 Jahre Bergkapelle St. Ingbert: Bischof gratuliert persönlich

Feier zum Barbaratag in St. Ingbert : Bischof Wiesemann gratuliert Bergkapelle zum 180. Geburtstag

Der diesjährige Barbaratag war etwas ganz Besonderes, denn an diesem Tag wurde die Bergkapelle St. Ingbert auf den Tag genau 180 Jahre alt. So war das Pontifikalamt in St. Josef gleichzeitig eine Geburtstagsfeier, zu der neben Bischof Karl-Heinz Wiesemann auch die ehemaligen Pfarrer der Kirche, Arno Vogt und Andreas Sturm, sowie Raymond Rambaud, Krankenhausseelsorger der Uniklinik, als Ausführende und Gäste teilnahmen.

Wiesemann dankte dafür, dass sich eine der ältesten Kapellen des Landes der Bewahrung der Bergbautradition verschrieben hat. Eines Berufszweiges, der für Wohlstand sorgte und dessen Bergleute das Saarland zu dem gemacht haben, was es heute ist, wie auch Minister Reinhold Jost bei der späteren Feier sagte.

Vor allem hob der Bischof den Wert des gemeinsamen Musizierens hervor. Stelle man sich den Himmel vor, gebe es zwei traditionelle Bilder – das des Festmahls und der Musik der Engel. Beides komme nun an dem Tag, an dem 180 Jahre zuvor die Fahne des Orchesters geweiht wurde, zusammen, denn „Jesus lädt uns heute zu seinem Festmahl ein, um das Jubiläum der Bergkapelle zu feiern“. Die Auftritte der Bergkapelle strahle Lebendigkeit aus, vor allem, weil sie nicht nur zurück blicke, sondern auch in die Zukunft, indem sie sich der musizierenden Jugend annehme. Erst durch das gemeinsame Spiel der einzelnen Instrumente bekomme die Musik eine ganz neue Dimension und stille eine tiefe Sehnsucht. Musik brauche Spannung, wie es sie auch mal in einem Verein gebe, doch die Disharmonien lösten sich meist auf. So wie dies für die Musikgruppen gelte, könne es auch als Bild des Lebens stehen.

Der „Zusammenklang des Ganzen“ sei das Besondere, die „Einheit in der Vielheit“. Vor allem sei es eine spezielle Gabe, eine gemeinsame Botschaft senden zu können, so wie es die Bergkapelle unter ihrem Dirigenten Matthias Weißenauer und Organist Markus Schaubel am vergangenen Mittwochabend in der Josefskirche mit ihrer ergreifenden Musik taten. Musik, die laut Bischof Wiesemann „Großes und Überwältigendes“ erreiche und für einen Gänsehauteffekt sorge. „Er kommt von tief innen und erhebt die Seele.“

Reinhard Huy bedankte sich für den Besuch des Kirchenoberhauptes aus Speyer, dem er eine Ehrenplakette überreichte. „Wir konnten nicht damit rechnen, dass ein so hoher kirchlicher Würdenträger uns besucht. Das gab es noch nie“, freute sich der Vorsitzende der Bergkapelle, „wir spielen auch gern mal im Speyerer Dom.“ Oberbürgermeister Ulli Meyer würdigte sie als wichtigen Teil des kulturellen Lebens und bedankte sich für die Gestaltung der Heiligen Messe, die „wie ein Stück vom Paradies“ gewesen sei. „Das, was ihr macht, ist mehr als Folklore. Ihr seid Botschafter für den Bergbau und unser Land“, so Umweltminister Jost.