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110 Jugendfeuerwehrleute übten am Rischbachstollen in St. Ingbert

Jugendfeuerwehr St. Ingbert : 110 Jugendfeuerwehrleute übten im und am Rischbachstollen

Ein lauter Knall und eine angenommene Explosion am Besucherbergwerk Rischbachstollen in St. Ingbert leiteten die großangelegte Jahresabschlussübung der Jugendfeuerwehren in St. Ingbert ein. Gegen 14 Uhr am Samstag (16.

Oktober) bahnten sich 15 Feuerwehrfahrzeuge aus allen Ortsteilen den Weg in Richtung Rischbachstollen. Von weitem kündigten die Martinshörner die anrückenden Kräfte an. Rund 110 Mädchen und Jungen zeigten ihre Schlagkraft und das erlernte Wissen in verschiedenen Übungsabschnitten. Der Jugendbeauftragte Jonas Jung koordinierte alle anrückenden Fahrzeuge und teilte den Gruppenführern die Aufgaben zu.

Eine erste Gruppe kümmerte sich direkt nach dem Eintreffen um die vermissten Personen und einen Brandherd, der im Zechenhaus ausgebrochen war. Schläuche wurden ausgerollt, Verteiler für das Wasser gesetzt und Strahlrohre angekuppelt. Parallel suchten die Brandschützer Unterflurhydranten für eine stabile Wasserversorgung. Die Brandbekämpfung läuft an. Schnell kommen mehrere Strahlrohre zum Einsatz. Über den Korb der Drehleiter nimmt die Besatzung eine Brandbekämpfung von oben auf das Dach vor.

Im Übungsabschnitt Menschrettung verschaffen sich die jungen Retter Zugang zum Stollensystem. Über den Seitenstollen dringen die Kräfte mit ihren Übungs-Atemschutzgeräten in den Stollen vor. Bei der Erkundung finden sie vermisste Personen, die durch leichte Dummys gemimt werden. Mit Rettungstüchern bringen die Trupps die Dummys zu einer Verletztensammelstelle.

Neben der Brandbekämpfung zeigen die Jungretter ihr Wissen in der technischen Hilfe. Unter einem Wassertank steckt eine Person fest. Die Übungspuppe ist mit den Beinen unter dem Tank eingeklemmt. Kurze Begutachtung der Stelle: Welche Kräfte wirken? Wie kann die Person schonend befreit werden? Welche Einsatzmittel können am klügsten eingesetzt werden? Die Büffelwinde kommt zum Einsatz, parallel unterbauen Kräfte den Tank mit Holzbohlen, um ein Absacken und weitere Verletzungen zu verhindern. Ein Jugendfeuerwehrmann betreut die „Person“ medizinisch und psychologisch. Nach wenigen Minuten kann die Person schonend gerettet werden und zur Sammelstelle für Verletzte gebracht werden.

Übungsleiter Jonas Jung bewertete die Übung als vollen Erfolg: „Trotz hohem organisatorischem und logistischem Aufwand hat alles sehr gut und reibungslos funktioniert.“