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100 Jahre Caritas: Der Saarpfalz-Verband feiert

Caritas in St. Ingbert : Lichter in den Farben der heiligen Elisabeth

100 Jahre Caritas wird in den saarpfälzischen Einrichtungen auf besondere Art gefeiert.

Ab Donnerstag, 19. November, feiert das Caritas-Zentrum Saarpfalz den 100. Geburtstag der Caritas. „Eigentlich wollte unser Verband diesen 100. Geburtstag groß feiern und dazu die Kunden unseres Caritas-Zentrums und die Bürger zu einem Festessen einladen“, sagt Einrichtungsleiter Andreas Heinz. Am 19. November begeht die katholische Kirche den Elisabethen-Tag. Die heilige Elisabeth ist die Patronin der Caritas.

„Mit lokalen Prominenten aus Kirche und Politik wollten wir an diesem Tag unsere KundInnen bewirten, ganz im Geiste der heiligen Elisabeth.“ Aber nun ist alles anders gekommen, und das Essen kann so nicht stattfinden. Corona habe dem Caritas-Zentrum – wie so vielen anderen auch - einen Strich durch die Rechnung gemacht.

„Wir werden stattdessen nun mit einer Lichteraktion ab dem 19. November für eine Woche lang jeden Abend von 17 bis 22 Uhr vier von unseren acht Standorten im Saarpfalz-Kreis in den Farben der heiligen Elisabeth ausleuchten. Zugleich werden wir an alle unsere Kunden und in allen Pfarreien Karten über die Schutzheilige der Caritas, ihrer Geschichte und mit Informationen über das Caritas-Zentrum verteilen. Das Essen werden wir - so viel kann ich schon mal versprechen - nachholen, sobald die Pandemie ihren Schrecken verloren hat“, so Heinz.

Als Landgräfin von Thüringen hat die später heilig gesprochene Elisabeth (1207 bis 1231) das Kloster in Eisenach unterstützt, Armenviertel besucht und sich um Bedürftige gekümmert. In Verbindung mit ihren Wohltaten, die sie gegen den Willen ihrer Familie durchsetzte, sollen sich wundersame Ereignisse zugetragen haben, wie das bekannte Rosenwunder. Darin heißt es, dass Elisabeth eines Tages auf dem Weg in die Stadt war, um den Armen Brot zu geben, obwohl es ihr bei Strafe verboten war. Dabei trifft sie die Mutter ihres Mannes, die ihre Barmherzigkeit nicht gut findet und ihr eine Falle stellen will. Auf die Frage, was sie in dem Korb habe, antwortet Elisabeth, es seien Rosen im Korb. Ihre Schwiegermutter bittet sie, das Tuch zu heben, was Elisabeth tut, und die Schwiegermutter erblickt tatsächlich nur Rosen.

Foto: Foto: Andreas Heinz

Bereits vier Jahre nach ihrem Tod, 1235, wurde sie heiliggesprochen. Seit dem frühen 19. Jahrhundert erlebt ihre Verehrung neuen Aufschwung, besonders das Rosenwunder findet weithin Beachtung. Früher wurden nach altem Brauch an ihrem Gedenktag, dem 19. November milde Gaben und Geschenke an Bedürftige verteilt. Mancherorts werden auch traditionelle „Elisabethbrote“ in Erinnerung an das Rosenwunder der heiligen Elisabeth gebacken und Brot und Rosen verschenkt.