Viele Betrieb beim Dorffest in Ommersheim

Eine echte Traditionsveranstaltung : Ein Dorffest mit Coverband und Blaskapelle

„So, jeddzd zeerschd emol e Sackschisser“, sagte Horst Bellmann zu seinen beiden Kumpels und stellte sich am Samstagabend beim Dorffest mit diesen und den Partnerinnen beim Karnevalsverein Ommersheim (KVO) „Die Sackschisser“ in die Schlange.

Beim KVO, der traditionell seinen Verkaufsstand mit Bratwurstbrät-Steak – passenderweise auch „Sackschisser“ genannt – in der Ensheimer Straße aufgeschlagen hatte, herrschte bereits am frühen Abend Andrang. „Das hat bei uns schon seit gut zehn Jahren Tradition. Und nach dem Sackschisser geht es schon seit Ewigkeiten immer in den Schulhof zur Chorgemeinschaft. Dort müssen die Owegelehde einfach sein“, erklärte Stammbesucher Bellmann gegenüber unserer Zeitung. Er und seine Clique kommen aus St. Ingbert. „Dort ist gleichzeitig auch Stadtfest. Das ist uns aber viel zu voll. Hier ist es gemütlicher“, sagt Ehefrau Christa, und ihre beiden Freundinnen nicken. Derweil haben sich die beiden anderen Männer um Kölsch gekümmert, was der KVO ebenfalls anbietet.

Tradition war auch ein anderer Punkt, auf den Stephan Piorko in seiner Festrede zur Eröffnung einging. Sie fand dieses Mal am Gemeinschaftsstand von Turn- und Sportverein, Handballverein und FC Bayern Fan-Club „Bavaria Bliesgau“ in der Saarpfalz-Straße statt. „Mit 39 Jahren ist es schon ein bisschen mehr als eine Traditionsveranstaltung“, blickte der Ortsvorsteher zurück. Piorko verwies auch darauf, dass parallel das Patronatsfest stattfindet. Gleichzeitig übte der Ortsratschef Kritik daran, dass die Veranstalter mit immer mehr Vorschriften und Auflagen zu kämpfen haben. So musste erstmals für die Sause unter freiem Himmel ein 18-seitiges Sicherheitskonzept erstellt werden. „Ich hoffe, dass es nie zum Einsatz kommt“, gab sich Piorko optimistisch, ehe er kurz danach zügig den Faßanstich vornahm.

Die Bayrische Blaskapelle des Musikvereins intonierte passenderweise „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ dazu. Die Musiker hatten zuvor den kleinen Umzug von der Kirche, wo sie bereits den Festgottesdienst umrahmt hatten, angeführt.

„Nehmen wir jetzt einen Wackelpudding-Shot oder die Berliner Luft?“, fragte gerade Jana Stanzlikovski ihre Freundin Grit Müller. Die beiden Teenager aus Homburg waren das erste Mal beim Dorffest in Ommersheim. „Es ist kleiner hier als anderswo, aber cool“, fasste Grit Müller ihre ersten Eindrücke zusammen. Derweil hieß es im Schulhof, weiter hinten, indirekt Schichtwechsel. Die Bayrische Blaskapelle hatte dort ihr Konzert soeben beendet. Auf der Bühne weiter vorne nahm derweil die „Happy House Band“ Platz und erinnerte mit ihrem Repertoire an längst vergangene Zeiten. Mit dabei: Die Ormesheimer Schlagersängerin Angela Branca. Mit diesem Genre hatte die St. Wendeler Coverband „Buhää & The Rhabarbers“ nur wenig am Hut. Unter dem Motto „OOA – Ommersheimer Open Air“, traten am Anfang der Festmeile, die dieses Mal im Einmündungsbereich Saar-Pfalz-/Kallenbachstraße begann, überwiegend Rockbands auf.

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