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Uraltes Löschfahrzeug in Bliesmengen-Bolchen

Denkwürdige Wehr-Versammlung in Mandelbachtal : Das Löschfahrzeug hat’s wohl bald geschafft

Bei 29 Einsätzen habe die Wehr Bliesmengen-Bolchen im letzten Jahr 290 Stunden abgeleistet. Hinzu gekommen seien übers Jahr noch 110 Bereitschaftsstunden. So arbeitsreich skizzierte Löschbezirksführer Manuel Fillgraff den Jahresverlauf während der Jahreshauptversammlung im Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses.

Neben den Einsätzen zum Schutz der Bevölkerung sei auch viel Energie in die Ausbildung gesteckt worden, sagte Fillgraff. Unter anderem sei eine Vielzahl von Übungen absolviert worden und Wehrangehörige hätten an Lehrgängen auf Gemeinde-, Kreis- und Landesebene teilgenommen. Der Löschbezirksführer reklamierte in seinem Rechenschaftsbericht die überfällige Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs. Das jetzige, ein LF 16 TS, stamme aus dem Baujahr 1985 und sei doch merklich in die Jahre gekommen. Zudem habe sich der Zustand in letzter Zeit erheblich verschlechtert und die Beladung entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Für die 41 Aktiven sollen darüber hinaus Regenjacken angeschafft werden, die örtliche Gewerbetreibende finanzieren. Ein neues Gasmessgerät habe mit der Energis ein Finanzier aus der Wirtschaft bezahlt. Viel Eigenleistung sei bei den Arbeiten am Feuerwehrgerätehaus durch die Wehrangehörigen geleistet und dabei stolze 300 Stunden erbracht worden.

Schriftführer Markus Bachmann erinnerte in seinem ausführlichen Bericht an die Verleihung des dritten Platzes beim Europapreis sowie den erfolgreichen Florianstag. Ein Erlebnis sei die Mehrtagesfahrt nach Ried im österreichischen Oberinntal gewesen. Auch die gemeinsame Übung in Wiesviller könne als Erfolg verbucht werden. Bei einigen gemeinsamen Übungen mit Nachbarlöschbezirken sei die Zusammenarbeit vertieft worden.

Der Jugendbeauftragte Nico Pawendenat sprach von 26 Terminen, darunter 19 Übungen mit den derzeit 21 Angehörigen der Nachwuchswehr. Einer der Höhepunkte sei das 48. Zeltlager in Hetsches Loch gewesen. Das diesjährige folgt vom 6. bis 10. August. Er kündigte auch an, dass im nächsten Jahr vom 26. bis 29. August der Deutsche Jugendfeuerwehrtag in Homburg stattfinden werde. Günter Lauer hob als Vertreter von Andreas Ochs, Leiters der elf Mitglieder zählenden Altersabteilung, die monatliche Zusammenkunft heraus, die das Zusammengehörigkeitsgefühl stärke. Kassierer Michael Neumeier sprach von einer guten Finanzlage des Löschbezirks, zu dem neben den Aktiven auch noch 137 Mitglieder des Fördervereins gehören. Fillgraff kündigte an, dass wieder eine gemeinsame Übung mit der Partnerwehr aus Wiesviller, diesmal wieder in Mandelbachtal mit anschließender Baumpflanzung stattfinden werde. Der Florianstag findet (vermutlich) am 9. Mai, der Tag der offenen Tür am Wochenende 12./13. September statt.

Der stellvertretende Ortsvorsteher Willi Lagaly dankte der Feuerwehr für die gute Unterstützung der Dorfgemeinschaft, während Bürgermeisterin Maria Vermeulen sich beeindruckt von den vielen Aktivitäten, dem großen ehrenamtlichen Einsatz und der guten und intensiven Zusammenarbeit mit den übrigen Wehren in Mandelbachtal zeigte. Sie kündigte an, dass in diesem Jahr der Brandschutzbedarfsplan der Gemeinde erstellt und dass das Feuerwehrgerätehaus jetzt durch eine gemeindliche Reinigerin betreut werde. Eine intensivere Zusammenarbeit der Kommunen bei den Beschaffungen fordert Landesbrandinspekteur Timo Meyer ein. Dabei könnten große Einsparungen erzielt werden. Zur besseren Bewältigung von Starkregen-Ereignissen würde durch den Kreis eine Sandsack-Füllanlage angeschafft werden, kündigte Kreisbrandmeister Thomas Hauck an. Wehrführer Michael Schrögler ergänzte, dass durch die begrenzten Kapazitäten in der Landesfeuerwehrschule nicht alle Ausbildungswünsche erfüllt werden könnten. In die aktive Wehr wurde Raphael Gimbel aufgenommen. Befördert wurden Tim Lauer zum Oberfeuerwehrmann und Markus Menges zum Brandmeister. Geehrt wurden Jürgen Gimbel für 60-jährigen Dienst, Günter Benz und Günter Lauer für 50-, Kai Becker für 30- und Thomas Plitt für 25-jährige Zugehörigkeit. Nico Dincher gehört der Wehr seit 15 Jahren an. Thomas Plitt wurde für 25-jährige Zugehörigkeit zum Förderverein geehrt.