Fußball : SVG war gut auf Kurs in der Landesliga

Auf Tabellenplatz 8 überwintert die SVG Bebelsheim-Wittersheim. Auch die zweite Mannschaft steht gut da.

Auch die Fußballer der SVG Bebelsheim-Wittersheim hängen seit Wochen in der „Corona-Warteschleife“ fest. Bis zur Saisonunterbrechung aufgrund der Pandemie konnten in der Landesliga Ost aus sieben Partien bei einem Torverhältnis von 16:14 neun Punkte geholt werden. Dadurch wird auf dem achten Tabellenplatz überwintert.

Hinzu kam noch das Erreichen der saarlandweiten Pokalrunde vier, wo Corona im vergangenen November die Austragung der Partie beim West-Landesligisten SSV Pachten verhinderte. Diese Elf belegt nach sechs ausgetragenen Begegnungen mit sieben Zählern Rang elf.

Und in Bebelsheim-Wittersheim gibt es auch noch eine erfolgreiche zweite Mannschaft. Sie ist in der Kreisliga A Höcherberg mit vier Siegen und zwei Unentschieden als Tabellendritter noch ungeschlagen.

Ariamit Zymeri kümmert sich nun an Spieltagen als Spielertrainer um die zweite Mannschaft. Foto: Stefan Holzhauser

Aktiven-Cheftrainer ist seit nunmehr dreieinhalb Jahren Arif Karaoglan (35). „Ja, was soll man derzeit sagen? Die alte Saison war ja wegen Corona abgebrochen worden. Da hätten wir schon noch die Möglichkeit gehabt, ganz oben in der Tabelle anzugreifen. Aber natürlich ging – und geht auch noch weiterhin – die Gesundheit vor“, meint Karaoglan und ergänzt: „Wir haben ja auch einige ältere Spieler. Nach dem ersten Lockdown und der Vorbereitung waren wir in der aktuellen Runde gerade richtig dabei, uns zurechtzufinden, als bereits der zweite Lockdown mit einhergehender Saisonunterbrechung kam. Es war gerade von Spiel zu Spiel besser geworden.“

Aktiven-Cheftrainer Arif Karaoglan fühlt sich bei der SVG Bebelsheim-Wittersheim wohl. Foto: Stefan Holzhauser

Ob die aktuelle Spielzeit überhaupt noch einmal fortgeführt werden kann, weiß der Coach nicht. „Falls überhaupt, wird es wohl nicht vor April möglich sein. Und dann ist die große Frage, ob noch einmal alle Jungs zurückkommen oder vielleicht die fehlende Motivation zu Rücktritten führt. Ich sehe es ja an mir selbst: Mit meinen mittlerweile 35 Jahren hatte ich noch nie im Leben zuvor eine so lange fußballfreie Zeit“, betont Karaoglan. Aus seiner Sicht wäre es vielleicht sogar besser, die aktuelle Runde komplett abzubrechen, bevor es nach einem Wiederbeginn zu einem dritten Lockdown kommen könnte. In diesem Fall wäre die Motivation der Spieler noch weiter nach unten geschraubt.

Falls es aber doch weitergehen könne, wolle man sich mit der Ersten noch auf Platz fünf bis sechs vorarbeiten, was auch für den Verein ein Riesenerfolg wäre. Und dann würden wir auch versuchen, im Saarlandpokal möglichst noch eine Runde zu überstehen, um dann vielleicht in einem Heimspiel einen der großen Gegner begrüßen zu dürfen.“

Und Lob von Karaoglan gibt es auch für die zweite Mannschaft: „Die haben das bislang super gemacht und gehen auch regelmäßig ins Training, was natürlich in Sachen Fitness hervorragend ist. Ich trainiere zwar unter der Woche beide Mannschaften, doch bei der Zweiten werde ich nun an Spieltagen sehr gut von Ariamit Zymeri unterstützt.“ Der langjährige Kapitän der Ersten hatte sich einen Achillessehnenriss zugezogen und wurde nach seinem Comeback mit dieser wichtigen Aufgabe vertraut gemacht.

Bezüglich der nächsten Saison würden gerade die Gespräche zwischen dem Verein und den Spielern laufen. „Dann weiß man auch, welche Pläne die Spieler haben. Anschließend spreche ich mit dem Verein. Ich will natürlich auch wissen, welches Personal mir bei einer Vertragsverlängerung zur Verfügung stehen würde. Grundsätzlich kann ich aber auf jeden Fall sagen, dass es mir bei der SVG Bebelsheim-Wittersheim gut gefällt. Ansonsten wäre ich ja auch nicht bereits in der vierten Saison hier“, meint der 35-Jährige.