1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. Mandelbachtal

Wittersheim: Strom für Kriegergedächtniskapelle

Wittersheim : Strom für Kriegergedächtniskapelle

Verkehrsverein Mandelbachtal stellt Samstag Flyer „Stille Gedenkstätte“ vor.

Am Samstag, 19. August, lädt Wittersheim zur Einweihung „Elektrifizierung Kriegergedächtniskapelle“, das heißt, dass das Kapellchen jetzt auch mit Strom versorgt wird. Gleichzeitig wird der Flyer „Stille Gedenkstätte“ durch den Verkehrsverein Mandelbachtal vorgestellt. Beginn ist um 17 Uhr in der Merowingerstraße. Anschließend findet ein gemütliches Beisammensein an der Festhalle statt.

Die Bewirtung mit Speis und Trank übernimmt der Dorfverein Wittersheim, wie Ortsvorsteher Wendelin Lonsdorf mitteilt. Die Kriegergedächtniskapelle in Wittersheim in der Gemeinde Mandelbachtal wurde 1936 zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs aus heimischen Kalkstein von Maurermeister Alfons Quack errichtet. Ursprünglich befand sich eine halbkreisförmige Tafel mit der Inschrift „Unseren toten Helden“ über der Eingangstür. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kapelle, wie auch 124 Wohnhäuser und die Kirche St. Remigius teilweise zerstört.

Nach 1945 hatte sie zunächst der örtlichen Feuerwehr zur Verfügung gestanden, bevor sie am Volkstrauertag 1959 wieder in ihrer alten Bestimmung als Erinnerungsort eingeweiht werden konnte. Als „Mahnung für die Lebenden“ läutet auch heute noch ein Bürger der Gemeinde jeden Freitag um 15 Uhr die historische Glocke und hält die Erinnerung an die Weltkriege aufrecht. Im Anschluss findet seit dem Irakkrieg 2001 ein Friedensgebet in der Kapelle statt. „Darüber hinaus wurde vor Jahren ein Kreuz an der Kapelle angebracht. Herbert Lonsdorf hat es aus Granatsplittern, die Heribert Ochs in der Gemarkung Wittersheim gefunden hat, gefertigt. Es stellt heute ein authentisches Erinnerungsstück aus dem Zweiten Weltkrieg dar“, heißt es im Internet unter der Adresse www.regionalgeschichte.net.