Stimmungsvolles Frühlingskonzert des Musikvereins Wittersheim-Bebelsheim

Konzert : Ein bunter Strauß beliebter Musikstile

Stimmungsvolles Frühlingskonzert des Musikvereins Wittersheim-Bebelsheim in der Gemeinschaftshalle.

Nach seinem erfolgreichen Debütkonzert im vergangenen Jahr Jahr legte Dirigent Rocco Ivan Funaro mit seinen 35 Akteuren des Musikvereins Wittersheim-Bebelsheim beim Frühlingskonzert noch eine Schippe drauf. In der nahezu voll besetzten Wittersheimer Gemeinschaftshalle präsentierte er das fulminante Ergebnis einer dreimonatigen intensiven Vorbereitung mit 16 Proben und einem dreitägigen Probewochenende. Das Publikum dankte mit stehenden Ovationen, forderte drei Zugaben. Neben einem instrumentalen Streifzug durch mehrere Genres begeisterten die beiden Darbietungen mit Awa Taban Shomal, Sängerin der bekannten saarländischen Band „Savoy Truffle“, die mit dem meist gecoverten Pop- und Jazzstandard aller Zeiten, der Arie „Summertime“ aus der Oper „Porgy and Bess“ von George Gershwin, und dem einfühlsam-sentimentalen „Feeling good“, Teil des Musicals „The Roar of the Greasepoint – the Smell of the Crowd“ aus der Feder des Duos Antony Newly und Leslie Bricusse Akzente setzte. Vorsitzender Dominik Bruch, der in seiner Begrüßung von einem großen Ansporn nach dem letztjährigen Erfolg sprach und ein hörenswertes, von Florian Herrmann gekonnt moderiertes Programm ankündigte, dachte dabei wohl insbesondere an die Reverenz an den New Orleans-Blues. Er wird vom Trompeter und Komponisten Louis Armstrong mit seinem unverwechselbaren Sound verkörpert. Im Medley „Louis Armstrong’s legend“ wurden auch Sequenzen der Welterfolge „Tiger Rag“ und „St. Louis Blues“ in die Halle gezaubert. Solisten waren dabei der Trompeter Armin Eisler und der Klarinettist Berthold Groh. Funaro sprach von einem anspruchsvollen Stück, das sich auch im Stil von den für Blasorchester so typischen Märschen abhob. Als das musikalisch schwierigste Stück bezeichnete der „Maestro des Abends“ die Ouvertüre „Hanover Festival“, die der Komponist Philip Sparke in den 1950er Jahren vollendet und dem „Hanover Wind Orchestra“ gewidmet hatte. Er sprach auch davon, dass in diesem Musikstück mit seiner langsamen Einleitung, dem virtuosen Mittelteil und der getragenen Finale mit fesselnder Instrumentierung der klangvollen Themen gut zu erkennen sei, „wie aus einer einfachen Idee eine vollständige Komposition entsteht“. Bei „Abschied der Slawin“ spielte das Orchester, das im 79-jährigen Hans Böhler seinen ältesten Mitwirkenden hatte, einen der bekanntesten russischen Märsche, der 1912 entstanden ist und bei dem der Komponist Wassili Apapkin von den Balkankriegen 1912 und 1913 inspiriert wurde. Einen Ausflug in die Filmmusik auch als Reminiszenz an den begnadeten Comic- und Cartoonzeichner Walt Disney unternahmen die Musiker im Medley „Disney Fantasy“. Dabei konnten die Zuhörer Teile aus den Disney-Klassikern „Schneewittchen“, „König der Löwen“, „In 80 Tagen um die Welt“ oder „Drei kleine Schweinchen“ erkennen. Die „Blues Brother Revue“ war ein Reigen aus dem Filmstreifen „Blues Brothers“, der zu einem Welterfolg wurde und heute Kultstatus besitzt. Zudem löste er eine Welle der Begeisterung für die Blues Musik aus, die insbesondere mit den Titeln „Everybody needs somebody“, „Soul Man“ oder auch „Soul finger“ manifestiert ist.

Vorsitzender Dominik Bruch kündigte an, dass das Orchester im Mai beim Frühschoppen der Feuerwehr in Bebelsheim, dem Dorffest in Oberwürzbach im Juli und dem Oktoberfest der Spielvereinigung Bebelsheim-Wittersheim Ende September zu hören sein wird. Im September werde zudem der eigene „Musiksommer“ veranstaltet. Im nächsten Jahr feiert der Musikverein sein 50-jähriges Bestehen. Neben dem eigenen Frühlingskonzert Ende März werde im Sommer ein Benefiz-Konzert mit dem Heeres Musikcorps veranstaltet. Es wird in Mandelbachtals größter Halle in Bliesmengen-Bolchen stattfinden.