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Polizei: SEK-Beamte nehmen gesuchten Schläger von Kleinblittersdorf in seinem Elternhaus fest

Polizei : SEK-Beamte nehmen gesuchten Schläger von Kleinblittersdorf in seinem Elternhaus fest

Im Januar hatte der Haftrichter den 24-Jährigen aus Mandelbachtal noch laufen lassen. Erst das Landgericht erließ Haftbefehl. Nach seinem Komplizen wird weitergefahndet.

Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) überraschten heute Vormittag den 24 Jahre alten M., einen polizei- und justizbekannten Schläger und Räuber, in der Wohnung seiner Eltern in Mandelbachtal.

Er wurde seit Anfang Februar mit Haftbefehl gesucht. Dies teilte Mario Krah, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage mit. Hinweise von Zeugen führten letztlich zu seinem Aufenthaltsort in Mandelbachtal, wo die Ermittler mit einem Durchsuchungsbeschluss zur Festnahme von M. auf den Plan traten. Der junge Mann wurde unmittelbar nach seiner Festnahme dem Haftrichter am Amtsgericht Saarbrücken vorgeführt, der die Einlieferung in die Justizvollzugsanstalt anordnete.

Vor einem Saarbrücker Haftrichter stand M. mit einem gleichaltrigen Komplizen bereits im Januar. Damals ließ der Jurist die Tatverdächtigen aber laufen, lehnte die Anträge der Staatsanwaltschaft auf Erlass von Haftbefehlen ab. Anlass war ein brutaler Vorfall am Abend des 21. Januar gegen 22 Uhr am Bahnhof in Kleinblittersdorf. Die beiden 24-Jährigen aus Mandelbachtal sollen dort zwei 18-Jährige brutal niedergeschlagen, auf sie eingetreten und deren Handys gestohlen haben. Dabei kam angeblich auch ein Schlagring zum Einsatz. Die alarmierte Polizei stellte die Täter, beide deutsche Staatsbürger, wenig später im Rahmen einer Fahndung. Der Schlagring wurde beschlagnahmt.

Nachdem der Ermittlungsrichter dann das polizeibekannte Schläger- und Räuberduo hat laufen lassen, legte die Staatsanwaltschaft gegen diese Entscheidung erfolgreich Beschwerde ein. Das Landgericht korrigierte Tage später diese Entscheidung und erließ die Haftbefehle. Zu diesem Zeitpunkt waren die beiden Männer, gegen die wegen besonders schwerem Raub ermittelt wird, aber bereits von der Bildfläche verschwunden. M. ging jetzt, mehr als zwei Monate später, den Fahndern ins Netz. Nach seinem Kollegen O., der mehrere Dutzende Einträge im Polizeicomputer haben soll, wird weiter gesucht.