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Dorffest in Ommersheim: Sangria mit Käskuchen geht auch bei Regen

Dorffest in Ommersheim : Sangria mit Käskuchen geht auch bei Regen

Beim Ommersheimer Dorffest ließen sich die Besucher die Feierlaune nicht vom nass-kühlen Wetter verderben.

() „In den 37 Jahren habe ich schon besseres Wetter erlebt. Aber auch schon schlechteres“, sagte Stephan Piorko am Samstagabend. Man merkte dem Ortsvorsteher bei der Begrüßungsrede des diesjährigen Dorffestes die Enttäuschung durchaus an. Am Stand der Feuerwehr vor deren Gerätehaus gab er sich dennoch zweckoptimistisch. Zumindest für die Dauer der Eröffnungsfeier hatte Petrus ein Einsehen und stoppte den Regen.

Angesprochen hatte Piorko auch die mehr als offensichtlichen Lücken auf der Festmeile im Ommersheimer Ortskern. Immerhin habe der Mandelbachtaler Ortsteil überhaupt noch ein Dorffest. Das sei im Zeitalter des Festesterbens nicht selbstverständlich. „Das soll uns erst einmal einer nachmachen“, rief er den „Ummaschummern“ zu. Den Spaß ließe man sich vom Wetter nicht nehmen. Doch zunächst musste der Politiker ein paar Mal nachschlagen, um das Fass anzustechen. „Stephan, gib alles“, hatte ihm Alt-Bürgermeister Herbert Keßler zuvor noch scherzend zugerufen. Es half nichts, der letzte Schlag kam vom Bierfachmann Ferdi Braun und dann floss der Gerstensaft. Weiter oben, am Gemeinschaftsstand vom Musikverein und Chorgemeinschaft, floss am Wochenende etwas ganz anderes. Dort hatte die Bliesbräu Brauerei gleich drei Biere mit lokalem Bezug angeboten: das bereits aus 2016 bekannte Altommerschummer Helles, Pfaffentaler Weizen und Heckendalheim 1342. Letzteres gar mit dem Zusatz Apfelbrand, Honig, Limette und Kräutern auf Eis. Dort kam, obwohl man T-Shirts und Shorts gegen Westen und lange Hosen tauschen musste, schnell Stimmung auf. The Alligators holten die 50er Jahre mit energiegeladenem Rock’n Roll  zurück. Bei der Feuerwehr hatten es indes„Ultimate N3rd Crew etwas schwerer.

Trotz Schirmen an den Stehtischen, war die Anzahl der Zuschauer der Metalband überschaubar. Vielleicht war es dem ein oder anderen zu laut. Anders beim „Brunnen-Open-Air“ von TVO und HVO. An Ende der Festmeile in der Saarpfalz-Straße, kurz vor der Einmündung in die Oberwürzbacher Straße, spielten Buhää & The Rhabarabers. Bei der St. Wendeler Band schien die Fangemeinde, trotz fehlender Schirme, größer zu sein.

Statt heißer Sommernacht war es beinahe herbstlich. Am Stand des Karnevalsvereins Ommersheim ließ man sich da nicht ins Bockshorn jagen. Hier stand am Samstagabend die Mallorca-Nacht mit DJ Se-Bass auf dem Programm. Logisch, dass es da passenderweise Sangria gab. Damit nicht genug. Auch das „Ummaschummer Hitgetränk“, Sangria mit Käskuchen, muss man bei einem Dorffest erst einmal finden.

„Ich finde, dass es von Jahr zu Jahr weniger Stände sind. Das geht auf die Stimmung“, bedauerte Hans Bastuck aus Blieskastel. „Bei uns ist nur die Reihenfolge unklar: Zuerst Owegeleede bei der Chorgemeinschaft und dann Sackschisser-Steaks beim Karnevalsverein oder umgekehrt“, bemerkte ein Stammbesucher aus der Landeshauptsstadt Saarbrücken am Wochenende beim gelungenen Fest im Mandelbachtaler Orsteil.