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Neueröffnung des Mühlencafé in Gräfinthal

Prima News aus Gräfinthal : Mit viel Energie stürzt sie sich in die Gastronomie

Das Mühlencafé in Gräfinthal hat eine neue Inhaberin. An diesem Samstag ist die feierliche Eröffnung.

„Angst hatte ich keine. Ich wusste, dass es beliebt ist.“ So beschreibt Silke Gauer ihre Motivation, als sie sich kürzlich dazu entschloss, das Mühlencafé in Gräfinthal zu übernehmen. Die Aussichten für viele Unternehmer, erst recht für Gastronomen, könnten angesichts der momentan schwierigen Zeiten besser sein. Doch die 38-Jährige strotzt nur so vor Optimismus. „Corona hat bei meiner Entscheidung keine Rolle gespielt. So darf man auch nicht denken“, sagt die Saarbrückerin, die in Mandelbachtal bestens bekannt ist. Ihr Stiefvater wohnt in Bliesmengen-Bolchen. Sie selbst lebte hier auch zwölf Jahre lang. Die Gastronomin ist mehr als positiv eingestellt. „Anderen Leuten geht es viel schlechter“, gibt sie zu bedenken. Und Gauer weiß, wovon sie als Inhaberin des Bischmisheimer Unternehmens Bäckerei Lang spricht, zu dem vier Verkaufsstellen und Cafés plus Mühlencafé gehören. Dabei ist sie erst seit 2019 Chefin des Ganzen. Die Brebacher Filiale hat die Unternehmerin zwar erst vor kurzem wegen des Aus von Halberg Guss, das Gros der Mitarbeiter war dort Stammkunde, geschlossen. Dafür hat sie eine weitere Dependance in Bliesransbach eröffnet.

Silke Gauer freut sich sehr darüber, dass sie enorme Unterstützung von ihrer Familie erfährt. „Wenn man will, schafft man alles“, sagt sie und strahlt dabei. Man kann sich der positiven Energie der Frau kaum entziehen. Misserfolg scheint es bei der Café-Betreiberin nicht zu geben. Dabei ist die gelernte Bäckerei-Fachverkäuferin realistisch. „Corona wird uns noch einige Jahre begleiten“, vermutet sie. Ihr Lokal hat ausreichend Platz, um die Sicherheitsabstände einzuhalten: 35 Sitzplätze drinnen, 16 im Wintergarten und 40 im Biergarten. Einen Großteil des Personals hat sie übernommen. „Es soll weiterhin wie früher bei Oma zu Hause sein“, verkündet die alleinerziehende Mutter von zwei Töchtern (zehn und 15 Jahre alt). Sie setzt auf die gemütlich-urige Wohnzimmer-Atmosphäre und findet Gräfinthal wunderschön.

Das Haus entstand um 1243, als das Kloster gegründet wurde und diente Jahrhunderte als Mühle. Daniel Wagner erwarb das Gebäude im Jahr 2014, renovierte die Immobilie umfassend und betrieb das Café anfangs selbst. Auch die Spezialitäten wie Butterkuchen, Crème- und Sahnetorten sowie Omas Fleischtöpfchen und die Vesperplatte mit selbst geräuchertem Schinken stehen weiterhin auf der Karte. Und das Mittwochs-Stammessen mit Omas Hausmannskost wird ein Comeback feiern.

„Ich will der Linie bei den Gerichten treu bleiben“, plant Silke Gauer. Die allmonatlichen Veranstaltungen, wie Liederabende, Oktoberfest und Adventsveranstaltungen, wird sie wieder einführen. Nach und nach wird auch Neues getestet. Der bessere Schutz des Wintergartens steht ebenfalls auf ihrer Liste. Den Hochwasserschutz, das Gebäude war bei Starkregen mehrfach stark in Mitleidenschaft gezogen worden, habe sich dank der Unterstützung durch die Feuerwehr Bliesmengen-Bolchen sehr verbessert. Das Softopening am 19. September war schon gut besucht, blickt Gauer zurück. Die offizielle Eröffnung an diesem Samstag, 3. Oktober, steht noch bevor. An diesem Feiertag hat Silke Gauer ein Zelt vor dem Café. Bei Live-Musik mit Franz Raab und Werner Fünfrock sowie speziellen Gerichten will sie die Gäste willkommen heißen. Die Speise-Angebote gibt es auch am Folgetag. Und was macht die rührige Frau in ihrer Freizeit? „Ich schaffe immer“, gibt Silke Gauer zu und lacht dabei Freude strahlend übers ganze Gesicht. Dennoch findet sie Zeit für die Juniorengarde der Menger Neandertaler, deren Trainerin sie ist. Und sie verrät, dass sie gerne essen geht.

Das Mühlencafé hat dienstags, freitags und samstags von 14 bis 22 Uhr geöffnet. Mittwochs geht es bereits zwei Stunden früher los. Ruhetag ist Montag; donnerstags ist von 14 bis 20 Uhr, sonntags bereits ab 12 Uhr geöffnet. Telefon (06804) 217 16 50, Internet www.muehlencafe.net