Neue Töne beim Sommergartenfest

Nach über 30 Jahren hatte sich der Ormesheimer Theaterverein aus der Dorffest-Organisation zurückgezogen. In die Bresche sprang der TuS, der gemeinsam mit dem Männergesangverein 1888 und der Orchestervereinigung Harmonie das Fest auf die Beine stellte.

Wer sich am Wochenende aufmachte, das "kleine Dorffest" des Mandelbachtaler Ortsteils zu besuchen, stutzte beim Betreten des Festgeländes. Beim Sommergartenfest (Sogafe) auf dem Theo-Carlen-Platz am Rathaus Ormesheim war irgendetwas anders. So war denn auch der Ausspruch "Do kummt ma doher unn alles is annersch" des öfteren zu hören. So richtig herausfinden, was denn nun anders war, konnte der Otto-Normal-Besucher aber erst auf den zweiten Blick. Manche Stände sahen anders aus als gewohnt und das ein oder andere Gesicht dahinter fehlte. Der Grund: Nach über 30 Jahren hatte der Kultur- und Theaterverein (KTV) Ormesheim sich dazu entschlossen, sich nicht mehr an dem Fest zu beteiligen.

Die Arbeitsgemeinschaft Sogafe, weiterhin bestehend aus dem Männergesangverein (MGV) 1888 Ormesheim und der Orchestervereinigung Harmonie Ormesheim (OHO), brauchte einen neuen dritten Partner. "Mit nur zwei Vereinen wäre das Fest nicht zu stemmen gewesen", erklärte Tobias Walle den nicht unerheblichen Aufwand im Hintergrund. Der stellvertretende OHO-Chef ist eine der treibenden Kräfte bei der alljährlichen Freiluft-Fete. Einen neuen Partner haben die Veranstalter nun im Turn- und Sportverein (TuS) Ormesheim gefunden.

So wurde der traditionelle Fassanstich am Samstagabend auch von dessen Vorsitzenden Günter Rödel vorgenommen, der den Gerstensaft-Behälter in Nullkommanix angestach.

Das große Orchester der OHO unter der Leitung von Eva Burgard und der MGV (Leitung: Matthias Golla) umrahmten die Eröffnung, ehe die Band Patchwork sowie DJ Dresdentom am Abend für Partystimmung sorgte. Das traditionelle zünftige Weißwurst-Frühstück am Sonntagvormittag wurde auch dieses Mal von Armins original fidelen Koppelwaldmusikanten umrahmt. Nachmittags zeigten das Schüler- und das Jugendorchester der OHO (Leitung: Eva Burgard) und die Bläserklasse (Leitung: Christina Scheer) ihr Können. Für die Kleinen war auch gesorgt: Loki, der Verein zur Förderung von Kindergarten und Schule in Ormesheim , hatte wieder ein attraktives Programm für den Nachwuchs des Ortes zusammengestellt.

Für die Jugendlichen war erstmals an beiden Abenden der Jugendclub Ormesheim (JCO) mit von der Partie. Er hatte einen Stand mit Cocktails aufgebaut und bot neben Longdrinks auch Erdbeer Daiquiri, Hugo oder Aperol Spritz an.

Den Sonntagabend bestritten auch dieses Mal Lokalmatadoren: Das Ormesheimer Duo Zweiklang, bestehend aus der Sängerin Angela Branca und dem Keyboarder Andy Pink, brachte vor allem Oldies und Ohrwürmer zu Gehör, ehe die Traditionsveranstaltung zu Ende ging. "Anders muss nicht schlechter sein", meinte Joachim Issler aus Bischmisheim und stellte sich am Samstagabend motiviert am Flammkuchenstand an. Seine Freundin Celine Steiner zog die Magie des Dibbelabbes mehr an.