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Kirchenkonzert
Besinnlicher Einstieg in das Jubiläum

 Stefan Weber (links) dirigierte den Musikverein Ommersheim bei seinem Kirchenkonzert in der Pfarrkirche von Assweiler.
Stefan Weber (links) dirigierte den Musikverein Ommersheim bei seinem Kirchenkonzert in der Pfarrkirche von Assweiler. FOTO: Jörg Martin
Aßweiler. Musikverein Ommersheim widmete das traditionelle Konzert in der Aßweiler Kirche seinem 90-jährigen Bestehen.

„Das ist für uns etwas ganz Besonderes“, ließ Moderator Mark Bauer am Sonntagnachmittag die Besucher des mittlerweile fünften Konzertes in der Aßweiler Pfarrkirche Maria Heimsuchung wissen. Zu diesem hatte der Musikverein Ommersheim fast schon traditionell an Palmsonntag eingeladen. Dieses Mal stand jedoch, im Gegensatz zu den früheren Jahren, nicht die Passion, sondern das Jubiläum des Musikvereins im Vordergrund.


Der musikalische Zusammenschluss feiert in diesem Jahr mit einer Festwoche im September sein 90-jähriges Bestehen. Somit war das Konzert im Nachbarort quasi der Auftakt zu den Feierlichkeiten. Für den Start in das Konzert hatte man deshalb nicht umsonst die Jubiläumsfanfare des niederländischen Komponisten Kees Vlak gewählt. Das war angesichts der Dramatik des Werks voll positiver Spannung. „Unser Dirigent hat diese spannende musikalische Jubelfeier zur Auferstehung des Erlösers bewusst gewählt“, kommentierte Moderator Bauer das Stück „Bayrisches Osterfest“ von James Barnes, welches Stefan Weber mit seinen Musikern zum Besten gab.

Freunde ruhiger Passagen kamen dabei ebenso auf ihre Kosten wie Anhänger flotter, symphonischer Blasmusik. Die Bedeutung des höchsten Berges der Welt, des mit 8848 Meter hohen Mount Everest, vertonte der Amerikaner Rossano Galante und gab dem Stück den gleichen Namen wie dem Berg. „Der Sound ist wirklich was Besonderes. Drücken Sie uns die Daumen. Das ist unser schwierigstes Stück“, sagte Mark Bauer kurz bevor das Orchester „Echo of San Marco“ spielte. Der niederländische Komponist Johan de Meij habe die vielen Stimmen einzeln besetzt, was eine besondere Herausforderung darstellen würde, so Bauer. Zusätzliche Flöten und das Keyboard erweiterten das Instrumentenangebot bei diesem Titel. Das Werk selbst hielt sich hinsichtlich Schwung, Lautstärke und Dramatik in nichts zurück. Eine Herausforderung, die die Musiker ebenso meisterten wie „Cry of the last Unicorn“ (Der Schrei des letzten Einhorns), ebenfalls von Rossano Galante. Das Stück dokumentiere die neun Leben der Fabeltiere, so Mark Bauer.



Bei den Proben habe er den Eindruck gehabt, dass bereits bei Takt-Nummer 20 das Tier sein Leben gelassen hätte, scherzte Bauer. Beim letzten Stück des Konzertes, „Alleluia! Laudamus Te“ des Komponisten Alfred Reed, bekamen die Ommersheimer Verstärkung. Der erst zwölfjährige Mark Toussaint begleitete das Orchester bei dem klanggewaltigen Werk auf der Kirchenorgel auf der Empore.

Es war nicht verwunderlich, dass die Begeisterung so stark war und die Besucher eine Zugabe forderten. Christof Walters „The Walled City Suite“ stellte die Konzertgäste zufrieden. Am Ende bedankten sie sich mit stehenden Ovationen. „Das war dieses Mal anders, aber genauso schön“, meinte eine Stammbesucherin beim Verlassen der Kirche.