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Mit regionalen Produkten ein echter Renner

Mit regionalen Produkten ein echter Renner

Am Wochenende stand in Bliesmengen-Bolchen der Weihnachtsmarkt auf dem Programm, und der hatte einiges zu bieten. Musik durfte natürlich nicht fehlen, auch die Kita-Kinder sangen und konnten sich auf den Nikolaus freuen.

Ein Satz war beim "Menge-Bolcher Weihnachtsmarkt" am Wochenende immer wieder zu hören: "Was hasch'n Feines gess?" Nicht wenige der Besucher der Veranstaltung im Schulhof zwischen der Bliestalhalle und der Kindertagesstätte St. Paulus nutzten das vielfältige Angebot zum Schlemmen. Dazu bestand an den insgesamt 25 Ständen der Interessengemeinschaft Menge-Bolcher Weihnachtsmarkt mehr als ausreichend Gelegenheit. Neben den üblichen Angeboten wie Rostwürsten beim Musikverein und dem Los-Wambos-Steak beim Männerballett des Karnevalsvereins gab es etwa am Eingang zur Marktzone ein Novum: Butcher Burger. Die Interessengemeinschaft "Menger-Bolcher Butchers", ein loser Zusammenschluss von Freunden des American Football und des Superbowl, musste am Sonntag nach wenigen Stunden "ausverkauft" melden. Die Männer begannen, den mit US-Girlanden und Football-Trikots mühevoll dekorierten Zeltstand wieder abzubauen.

"Wir achten auf Qualität", erklärte Mario Lagaly das Erfolgsrezept. Für die Zubereitung der Burger haben man nur auf heimische Produkte gesetzt, berichtet der Football-Fan. 200 der Brätlinge gingen über die Theke; 170 davon alleine am Samstagabend. Da es sich um frische Produkte handelte, sei ein Nachbestellen nicht möglich gewesen.

Weiter vorne schwärmte eine Frau aus Saarbrücken nur so vom Dibbelabbes: "Die Qualität auf solch kleineren Märkten ist oft viel besser als in der Stadt". Aber auch die Güte der selbst gemachten Produkte schien die Marktbesucher in "Menge-Bolche" zu überzeugen. So etwa am Stand von Carina Vogelgesang. Nein, sie sei nicht - wie viele andere im Juli - sondern erst im November in die "Schnellproduktion" ihre Angebote gegangen. Badepralinen oder Kuchen im Glas waren an ihrem Stand der Renner. Zudem gab es selbst gemachte Marmelade in allerlei untypischen Varianten zu kaufen. "Am Samstag spürte man den Nikolaus-Abend. Da waren einige wohl eher zu Hause. Dennoch war einiges los", zog Ortsvorsteher Hans Bernhard Faas am Sonntagnachmittag eine erste Bilanz, während es auf dem Schulhof nach und nach so richtig voll wurde. Ein Grund war auch das nostalgische Kinderkarussell, das der Ortsvorsteher privat bezahlte. Nicht alles müsse heute etwas kosten. Die Leute zahlten schon genug, meinte Faas.

Auch das Rahmenprogramm ließ an beiden Tagen keine Wünsche offen. Während am Samstagabend der Musikverein mit Stücken und der Kulturverein mit seiner lebendigen Kinderkrippe die Besucher auf das Weihnachtsfest einstimmten, stand am Sonntag der Chor Coloured Voices auf der Marktbühne. Auch der Chor der Kita steuerte Liedbeiträge bei. Beim Kita-Wettbewerb für das schönste Weihnachtsmarkt-Plakat gewann Mara Rödel. Während draußen der Nikolaus und Knecht Ruprecht die Weckmänner verteilten, sorgten im Café der Bliestalhalle Beate Loschky (Klavier) und Verena Bender (Querflöte) für entsprechende Stimmung.