Mit der Kamera auf Spurensuche

Industrieruinen, Bunker, aufgegebene Bergwerke oder verlassene Behausungen gehören zu den Lieblingsmotiven des Fotografen Patrick Hartz. Unter dem Titel „Spurensuche“ stellt er seine eindrucksvollen Werke jetzt im Foyer des Rathauses Mandelbachtal in Ormesheim aus.

Zur Vernissage der Ausstellung "Spurensuche" im Rathaus Mandelbachtal in Ormesheim waren trotz widriger Wetterbedingungen zahlreiche Gäste der Einladung des Verkehrsverein Mandelbachtal gefolgt, so dass man im Foyer des Rathauses dicht gedrängt stand. In der Ausstellung mit Fotos von Patrick Hartz können von den Besuchern auf stimmungsvollen Aufnahmen Industrieruinen, Bunker, aufgegebene Bergwerke oder verlassene Behausungen entdeckt werden. Bürgermeister Gerd Tussing zeigte sich in seiner Begrüßung begeistert von den tollen Aufnahmen und war vor allem sehr angetan von der Detailschärfe der Aufnahmen auf handgeschöpftem Hahnemühle-Papier. Hier könne man jedes Detail erkennen und die Bilder seien regelrecht dreidimensional in ihrer Wirkung. Der Vorsitzende des Verkehrsvereins und Initiator der Ausstellung Manfred Pfeiffer freute sich, dass mit Patrick Hartz ein einheimischer Fotokünstler seine Werke im Rathaus ausstellt. Jedem Fotografen gehe angesichts der Qualität der Aufnahmen und der ausgewählten Motive das Herz auf. Mit seiner Kamera geht der Ormesheimer Patrick Hartz schon seit Jahren auf Entdeckungsreise.

In seinen beeindruckenden Fotos halte der 40-jährige Hobbyfotograf das Vergehen und Verwandeln von Menschen aufgegebener und verlassener Orte fest, so Pfeiffer. "Dabei war aber nicht die sachliche Dokumentation einzelner Objekte oder Orte mit dem Zweck der Bestimmbarkeit sein Ziel. Er suchte vielmehr nach Bildern, welche natürliche Verfallsprozesse erleben lassen.

"Über Tage, aber auch unter Tage sind meine Bilder entstanden" erläuterte der Künstler Patrick Hartz. "Als Zivilisationsnarben und Kulturschutt prägen Industrieruinen in ihrem Verfall die Landschaften menschlicher Tätigkeit. Vergessen und verlassen erobert die Natur sich das ihr einstmals abgerungene Terrain zurück. Scheinbar zarte Pflanzen lassen Mauern bersten, stete Tropfen höhlen Beton!" Die Ausstellung zeigt rund 30 Bilder, darunter nicht nur Drucke auf Fotopapier sondern auch welche auf handgeschöpftem Hahnemühle-Papier oder auch Kunstdrucke in dem historischen fotografischen Edeldruckverfahren Cyanotypie.

Die Ausstellung ist noch bis einschließlich Freitag, 17. Februar, geöffnet. Sie kann vormittags von Montag bis Freitag jeweils von 8.30 bis 12 Uhr und nachmittags am Montag und Donnerstag von 13 bis 15.30 Uhr, sowie am Mittwoch von 13 bis 17.30 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.

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