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Mehr als 200 Trauergäste gaben dem Abt die letzte Ehre

Mehr als 200 Trauergäste gaben dem Abt die letzte Ehre

Der Sarg des verstorbenen Abts von Gräfinthal, Dom Nicolaas de Wolf, wurde in die Gruft der Klosterkirche eingelassen. Das Priorat von Gräfinthal wird jetzt von den beiden Benediktinerbrüdern Petrus und Wilhelm weitergeführt.

Mehr als 200 Trauergäste gaben dem am 9. Februar verstorbenen Abt von Gräfinthal (wir berichteten), Dom Nicolaas de Wolf die letzte Ehre. Beim Beisetzungsgottesdienst in der Klosterkirche würdigte Philippe Dupont, de Wolfs Nachfolger in der Benediktinerkongregation von Solesmes, den Verstorbenen als einen Mann der Hoffnung. Er habe gelebt in der Gewissheit, dass alles gut werde, dass man dafür aber Geduld aufbringen müsse.

De Wolf wurde 28. Juli 1931 im niederländischen Voorholt als fünftes von sieben Kindern geboren und trat 1951 in den Benediktinerorden im niederländischen Oosterhout ein, wurde 1954 Mönch und am 19. Dezember 1959 zum Priester geweiht. Am 29. November 1964 wurde er zum Abt des Stiftsklosters St. Benedictusberg in Vaals in der Provinz Limburg gewählt. Weil er so jung war, musste die Wahl vom Vatikan bestätigt werden. Die Abtweihe erhielt er am 30. Januar 1965. Von 1968 bis 1994 war er Visitator der französischen Benediktinerkongregation von Solesmes. 1989 erbte seine Ordensgemeinschaft Teile des historischen Klostergeländes in Gräfinthal , dem einzigen Benediktinerkloster im Bistum Speyer. De Wolf kam 1996 als Abt dorthin und wurde Prior. Gräfinthal erhielt am 8. Dezember 1999 die Päpstliche Anerkennung. 2001 wurde der Grundstein zum Wiederaufbau des Klosters, dem einzigen des Benediktinerordens in der Diözese Speyer, gelegt. 2004 fand die Feier zu de Wolfs Doppeljubiläum - 50 Jahre Mönch, 40 Jahre Abt - gemeinsam mit dem nigerianischen Geistlichen, Kardinal Francis Arinze, Erzbischof von Onitsha , Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche, Präfekt der Gottesdienst-Kongregation im Vatikan in Rom und einer der engsten Berater des Papstes statt. 2010 folgte das goldene Priesterjubiläum mit dem Oberen des Klosters, Dom Christopher Zielinski aus Rom. Im Mai 2014 hat sich das Priorat der Benediktiner-Abtei Monte Oliveto bei Siena angeschlossen. Der Benediktiner-Mönch aus dem Gräfinthaler Konvent war in den letzten Jahren nach einem Sturz pflegebedürftig und kaum noch öffentlich in Erscheinung getreten und verstarb im 50. Jahr seiner Abt-Tätigkeit. Von Helfern der Ortsgruppe St. Ingbert des Malteser Hilfsdienstes wurde der Sarg in die Gruft der Klosterkirche eingelassen.

Das Priorat von Gräfinthal wird jetzt von beiden Benediktinerbrüdern Petrus und Wilhelm weitergeführt.