Marie und Sophie lagen im Trend

St. Ingbert/Bliestal. Unser Vorname begleitet uns ein Leben lang. Deshalb ist es für Eltern gar nicht so leicht, den passenden Namen für ihren Nachwuchs zu finden. Bücher mit Namensvorschlägen und deren Bedeutung sollen bei der Auswahl helfen. Außerdem werden in jedem Jahr Hitlisten der beliebtesten Babynamen vorgestellt

St. Ingbert/Bliestal. Unser Vorname begleitet uns ein Leben lang. Deshalb ist es für Eltern gar nicht so leicht, den passenden Namen für ihren Nachwuchs zu finden. Bücher mit Namensvorschlägen und deren Bedeutung sollen bei der Auswahl helfen. Außerdem werden in jedem Jahr Hitlisten der beliebtesten Babynamen vorgestellt. Deutschlandweit haben Eltern 2010 die Mädchen mit Vorliebe Mia genannt und die Jungs Leon.Doch welche Vornamen stehen bei den Eltern in St. Ingbert, Blieskastel, Gersheim oder Mandelbachtal hoch im Kurs? Diese Frage zu beantworten, ist gar nicht so leicht. Denn in unserer Region gibt es keine Geburtsstationen mehr. Deshalb kommen die St. Ingberter oder Blieskasteler Babys oft in Kliniken in Dudweiler, Homburg oder Zweibrücken zur Welt und werden zunächst dort beim Standesamt gemeldet. Erst dann werden die Neugeborenen in ihren Heimatorten als neue Bürger registiert. In St. Ingbert gab es im vergangenen Jahr 229 Geburten, in Blieskastel 113, in der Gemeinde Gersheim kamen 32 Babys auf die Welt und 70 in der Gemeinde Mandelbachtal.

Geboren wurden die meisten dieser Kinder in Krankenhäusern außerhalb der Region. Deshalb konnten die Standesämter in Dudweiler, Homburg und Zweibrücken beim Finden der beliebtesten Namen behilflich sein. Doch war es nicht möglich, die Namen Städten zuzuordnen.

Dennoch ergibt sich - zumindest bei den Mädchennamen - ein ganz klarer Trend: Sophie und Marie lagen bei den Eltern ganz hoch im Kurs.

Standesbeamtin Karin Schmidt in Dudweiler hatte 2010 rund 570 Neugeborene zu beurkunden. In ihrer Statistik taucht der Name Sophie 14 mal auf, der Name Marie acht Mal. Ähnlich sieht es in Zweibrücken aus. 388 beurkundete Geburten hat die Rosenstadt für 2010 zu vermelden. Stadtpressesprecher Heinz Braun bestätigt, dass viele Mütter aus dem Bliestal ihre Kinder in der Rosenstadt gebären. In diesem Zusammenhang fiel Braun ein Zitat des Brauerei-Chefs Richard Weber ein, der einmal gesagt habe: "Ein guter Saarländer kommt in Zweibrücken auf die Welt." Laut Standesamt in Zweibrücken erhielten 15 Mädchen den Namen Marie, neun bekamen den Namen Sophie. Spitzenreiter in Sachen beurkundeter Geburten ist das Standesamt in Homburg mit 1345. Außer einem Baby sind alle in den Universitätskliniken geboren worden. Bei 1077 Kindern kommt die stolze Mutter nicht aus Homburg. Der große Hit bei den Vornamen war auch in Homburg Marie (Maria). 62 kleine Mädchen hören jetzt auf diesen Namen. 43 Mal nannten die Eltern ihren Nachwuchs Sophie (Sophia).

Bei den Jungennamen ist der Trend nicht ganz so deutlich auszumachen. Hier sind viele Namen im Rennen. Zählt man die Nennungen aller Standesämter zusammen, so sind Elias (33), Maximilian (28), Paul (28) und Alexander (26) äußerst beliebt. Was die beiden begehrtesten Namen in ganz Deutschland, Mia und Leon betrifft, so sind diese auch in unserer Region vertreten. 28 Mal taucht Mia in den Akten der Standesämter auf, Leon 30 Mal.

HINTERGRUND

Bei der Wahl eines Vornamens für ihr Kind müssen Eltern bestimmte Regeln beachten. So muss der Vorname zweifelsfrei das Geschlecht erkennen lassen. Bei Namen, die sowohl weiblich als auch männlich sind, ist es zu empfehlen, einen eindeutigen zweiten Vornamen dazuzugeben. Nicht als Vornamen dürfen Begriffe verwendet werden, die bereits anderweitig belegt oder aber auch anstößig oder lächerlich sind. Außerdem scheiden Familiennamen als Vornamen grundsätzlich aus. Unzulässig ist es auch, Geschwistern denselben Vornamen als einzigen Vornamen zu geben. red

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