Mandelbachtals Bürgermeister Tussing blickt auf 2018 und 2019

Mandelbachtal : „Ich will das Vertrauen für weitere Amtszeit“

Mandelbachtals Bürgermeister schaut zurück auf 2018 und wagt kurz vor Beginn des neuen Jahres einen Blick nach vorne.

Herr Bürgermeister Tussing, was war das wichtigste Ereignis für Sie im Jahr 2018?

GERD TUSSING: Im Sommer 2018 überschatteten in kurzer Folge drei katastrophenartige Starkregenereignisse die Idylle in unserem Mandelbachtal mit extremen Ausmaßen und Schäden. Die sintflutartigen Regenfälle, die ganze Häuser unbewohnbar werden ließen, verursachten bei der Gemeinde vor allem aber auch vielen Bürgerinnen und Bürger enorme, bis hin zu existenziellen Schäden. Das Land hat Soforthilfen und Härtefallregelungen angekündigt, die über die Landkreise unter Zulieferung der Gemeinden bearbeitet wurden. Als Gemeinde und Technische Werke haben wir neben vielen Sofortmaßnahmen und Wiederherstellungen von Wegen, Plätzen, Einrichtungen und Kanälen auch Begutachtungen zur besseren Vorbeugung in Auftrag gegeben. Diese Ereignisse waren und sind noch immer für alle Betroffenen und auch die Gemeinde eine sehr schwierige Zeit. Es ist zu befürchten, dass sich solche Wetterereignisse bei uns wiederholen. Neben den Erfordernissen der Eigenvorsorge wollen wir auch als Gemeinde mit dem Gemeinderat auch vorbeugende Maßnahmen umsetzen. Aktuell hat Minister Bouillon der Gemeinde zur Unterstützung einen Bewilligungsbescheid als Finanzhilfe zur Beseitigung von Schäden an der kommunalen Infrastruktur aufgrund der Unwetterereignisse im Mai/Juni 2018 in Höhe von 312 463 Euro und zur Beseitigung von Schäden an Sportplätzen 15 674 Euro für den Sportplatz Erfweiler-Ehlingen überreicht. Dafür herzlichen Dank!

Was lief 2018 in der Gemeinde Mandelbachtal gut, was bewerten Sie als nicht so gelungen?

GERD TUSSING: Ich habe mich sehr über die Fortführung der guten Platzierungen der Mandelbachtaler Dörfer beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gefreut. Die Dörfer Bliesmengen-Bolchen und Wittersheim haben auch auf Landesebene hervorragend abgeschnitten. Zeigt es doch, dass das Dorf- und Vereinsleben in unserer Gemeinde funktioniert. Scharen ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer sorgen mit ihren Ortsvorstehern und Ortsräten in allen Gemeindebezirken für ein aktives gesellschaftliches Miteinander. Darauf können wir stolz sein! Der Kindergartenneubau Ommersheim/Erfweiler-Ehlingen konnte im April des Jahres in Betrieb genommen werden. Die Geburtenrate bleibt in der Gemeinde auf einem erfreulich hohen Niveau. Wir sind dabei, die Betreuungsmöglichkeiten für Krippen- und Kita-Kinder noch zu erhöhen. Für den Wehrführer der Feuerwehr konnte ein neues Einsatzfahrzeug beschafft werden. Bei der Kriminalitätsrate liegen wir erneut auf einem der sichersten Plätze im Saarland, die Arbeitslosigkeit ist als sehr gering zu bezeichnen, beides Indikatoren für ein gutes, sicheres Wohnumfeld. Die Finanzausstattung der Gemeinden durch den Bund und vor allem das Land soll sich ja durch den Kommunalpakt ab dem Jahr 2020 deutlich verbessern. Das wäre schon ein großer Schritt in eine zukunftsweisende Richtung.

Gab es für Sie bittere Enttäuschungen im abgelaufenen Jahr?

GERD TUSSING: Manchmal gibt es schon Tage, an denen man meint, dass die Sonne nicht ganz so hell scheint. Die sind jedoch schnell wieder vergessen. Es sind so viele Dinge zu erledigen, dass mein Blick und die Aufgabenwahrnehmung in die Zukunft gerichtet ist.

Wagen wir einen Blick ins neue Jahr. Was sind wichtige Weichenstellungen im Jahr 2019? Was muss vorrangig angepackt werden?

GERD TUSSING: Die Straßensanierungsarbeiten werden in 2019 fortgeführt. Die Heizzentrale, die das ganze Rathausensemble mit Theo-Carlen-Schule, Dorfgemeinschaftshaus, Mandelbachtaler Kinderhaus, der Kindertagesstätte, der Feuerwehr mit Deutschen Roten Kreuz und den gemeindlichen Bauhof in Ormesheim versorgt, wird durch Unterstützung mit Bundesmitteln saniert. Ebenso die Beschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs, das für den Löschbezirk Ormesheim ein 35 Jahre altes Einatzfahrzeug ersetzen wird. Die Themen Starkregenvorsorge, Ersatz Veranstaltungsstätte in Ormesheim, zukunftsfähige Ausrichtung der Verwaltung aber auch interkommunale Zusammenarbeit, Kinderbetreuung u.v.m. werden uns dauerhaft beschäftigen.

Wenn Sie einen Wunsch für die Gemeinde Mandelbachtal frei hätten, was wäre das?

GERD TUSSING: Mehr personelle und finanzielle Möglichkeiten, um die dringend notwendigen Belange bezüglich der gesamten gemeindlichen Infrastruktur voranzubringen.

Was wünscht sich der Verwaltungschef der Gemeinde Mandelbachtal denn persönlich für das neue Jahr 2019?

GERD TUSSING: Weiterhin so viel Unterstützung, Kraft und Zuversicht für meine Amtsführung, sowie das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger für eine weitere Amtszeit. Für mein ganzes persönliches Umfeld Gesundheit auch im Jahr 2019.

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