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Mandelbachtal: Die Bürgermeister-Beigeordneten werden entlohnt

Kommunalpolitik in Mandelbachtal : Auch Beigeordnete arbeiten nicht für Gottes Lohn

Die ehrenamtlichen Beigeordneten und die Ortsvorsteher der Gemeinde Mandelbachtal erhalten weiterhin genauso viel an Aufwandsentschädigung wie bisher auch. Das haben 31 Mitglieder des Gemeinderates nun einstimmig beschlossen.

Somit erhält die neu gewählte Beigeordnete Maria Vermeulen (SPD), sobald sie Bürgermeister Gerd Tussing (CDU) in dessen Resturlaub (länger als drei Tage ununterbrochen) vertritt, 1345 Euro monatlich. Diese „Verhinderungsvertretung“ regelt das Kommunale Selbstverwaltungsgesetz (KSVG). Der Betrag gilt für Kommunen, die zwischen 10 000 und 15 000 Einwohner haben. Das trifft auf Mandelbachtal mit seinen 10 510 Bürgern (Stand: Dezember 2018) zu. Auch die Ortsvorsteher erhalten in Gemeindebezirken bis zu 1000 Einwohner weiterhin 300 Euro pro Monat. In Ortsteilen mit bis zu 3000 Einwohnern sind es, wie bisher auch, 100 Euro pro Monat mehr.

Beigeordnete, denen bestimmte Geschäftszweige übertragen werden, können auf Beschluss des Gemeinderates eine Aufwandsentschädigung erhalten, die höchstens ein Drittel der Höhe darstellt, die die Abwesenheitsvertretung erhält. In diesem Fall wären das 448,33 Euro monatlich.

Diese Regelung könnte greifen, wenn das Kommunalgremium neue Beigeordnete im Herbst  wählt. Denn Maria Vermeulen übernimmt zum 1. Oktober vom derzeitigen Amtsinhaber den Schlüssel zum Bürgermeisterbüro. Dann ist ihre Funktion als Beigeordnete wieder vakant und eine Wahl erforderlich.