Letzte Körung für Schäferhunde

Ommersheim. Ommersheim verabschiedet sich mit einem lachenden und weinenden Auge von der Körung des Schäferhundevereins. Es war wohl nach insgesamt elf Jahren die letzte Körung des Vereins für Deutsche Schäferhunde, Landesgruppe Saarland, die jetzt in Ommersheim stattgefunden hat

Ommersheim. Ommersheim verabschiedet sich mit einem lachenden und weinenden Auge von der Körung des Schäferhundevereins. Es war wohl nach insgesamt elf Jahren die letzte Körung des Vereins für Deutsche Schäferhunde, Landesgruppe Saarland, die jetzt in Ommersheim stattgefunden hat. Bei allem Bedauern über die Entscheidung des Vorstandes der Ortsgruppe Ommersheim und dem vielfältigen Lob der Besucher für die vorbildliche Organisation und die sehr schöne Vereinsanlage wird es künftig in Ommersheim keine Körung mehr geben. Für diese Entscheidung sprechen schwerwiegende Gründe. Im Hinblick auf die seit Jahren rückläufige Entwicklung der Teilnehmerzahlen an den vier Körungen im Saarland und dem damit verbundenen Rückgang der Zuschauerzahlen, ist die finanzielle Rentabilität der Körung nicht mehr gegeben. Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass ein Teil des Ommersheimer Kör-Personals in die Jahre gekommen ist und daher künftig nicht mehr zur Verfügung stünde. Bei diesmal nur zehn teilnehmenden Deutschen Schäferhunden hatte Körmeister Helmut König aus Eppelborn, der zugleich Landesvorsitzender des Vereins für Deutsche Schäferhunde im Saarland ist, eine leichte Aufgabe. Zugelassen zu einer Körung sind nur Deutsche Schäferhunde, die im Zuchtbuch der Rasse eingetragen sind; sie müssen im Jahr der Ankörung mindestens zwei Jahre alt werden und über ein Ausbildungskennzeichen, eine Zuchtbewertung von jeweils mindestens "Gut" und über eine Ausdauerprüfung verfügen. Für die Ankörung eines Deutschen Schäferhundes gelten sehr strenge Kriterien hinsichtlich der Anatomie, des Wesens, der Schussgleichgültigkeit und der trieblichen Veranlagung der Hunde.Wie üblich, begann die Körung mit dem Schutzdienst, bei dem diesmal der Blieskasteler Schutzdienstlehrhelfer Markus Lambert zum Einsatz kam und seine Sache vorbildlich machte. Bemerkenswert war, dass alle zehn Hunde ein erstaunlich gutes Angriffs- und Griffverhalten zeigten, verbunden mit einem äußerst korrekten Ablassen vom Schutzdiensthelfer und vom Körmeister ausnahmslos das Prädikat "ausgeprägt - lässt ab" erhielten.Bei der Beurteilung der Hunde im Führring richtete der Körmeister sein Augenmerk insbesondere auf die Ganganlagen der Hunde und den anatomischen Aufbau. Gleichzeitig erfolgten die Wesensprobe und der Schussgleichgültigkeitstest. Auch hierbei zeigten die Hunde ein optimales Verhalten.Hervorragende QualitätBei der so genannten Standmusterung besprach Helmut König alle anatomischen Gegebenheiten der Hunde über Platzmikrofon, die Daten wurden gleichzeitig von Frank Walle per PC erfasst. Am Ende zeigte sich Körmeister König beeindruckt über die Qualität der vorgestellten Hunde, die siebenmal in Körklasse 1 (zur Zucht empfohlen) und dreimal in Körklasse 2 (zur Zucht zugelassen) angekört wurden. Der Ommersheimer Vorsitzende Jürgen Schwarz wies noch darauf hin, dass am kommenden Samstag, 29. August, in Ommersheim wieder eine Begleithundeprüfung nach dem Augsburger Modell als Pokalkampf stattfinden wird. red